UFF e.V.

unabhängig, vernetzt, weiblich

  

aktuelles



Fürth im Übermorgen: 17.07.2021 


Brot und Rosen - Texte und Musik auf der Freilichtbühne im Stadtparkrk 

Visionen von einer frauenfreundlichen Zukunft:

gewaltfrei, weltoffen und gleichberechtigt.

Klare Worte, die zum Nachdenken anregen, von Frauen ausgesprochen, ändern die Welt.

Wie gut, daß es heute nicht mehr so ist, wie es gestern war und vielleicht sind wir morgen noch ein wenig weiter (fränkisch: a weng weida). Und übermorgen ...





Zum Nachlesen:


Diese Pressemitteilung erstellte Brigitte für die FN:

Performance der Unabhängigen Frauen Fürth:
Ein Frauenleben gestern – heute – morgen – übermorgen

Ein selbstbestimmtes Frauenleben in einer Welt, in der Gerechtigkeit herrscht in der Familie, der Arbeit, im Sport und in der Fürther Kommunalpolitik. Darum ging es bei der Performance der Unabhängigen Frauen Fürth (UFF) auf dem Zukunftsfestival Fürth im Übermorgen.

Begleitet von Felicia Peters verglichen die sechs Frauen auf der Freilichtbühne, das Gestern mit dem Heute und teilten ihre Wünsche für das Morgen und Übermorgen.

So hoffen die Frauen, dass es morgen genügend Frauenhäuser gibt, um Frauen vor Übergriffen ihrer Partner zu schützen und erträumen sich für das Übermorgen eine Welt, in der Männer ihre Männlichkeit nicht mehr mit Gewalt beweisen müssen.

Dass sich Verhältnisse ändern, machte die Performance deutlich, doch auch, dass es bis dahin noch ein langer Weg sein kann.  

So durfte bis 1958 die Frau kein eigenes Bankkonto eröffnen und bis 1977 nur dann berufstätig sein, wenn das mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar war.

Und die Pflichten einer Frau waren klar definiert. So urteilte noch 1966 der Bundesgerichtshof, dass die Frau ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit genüge, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen ließe, denn die Ehe fordere von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbiete es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen."

Das schloss Vergewaltigungen ein, denn erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat. Politiker wie Horst Seehofer und Friedrich Merz stimmten damals dagegen.

Heute wird in Deutschland noch jeden 3. Tag eine Frau von ihrem Partner umgebracht. Frauen verdienen zwischen 15-20% weniger für vergleichbare Arbeit, in Führungspositionen liegt der Frauenanteil bei unter 30 %, ebenso in den deutschen Parlamenten. Die schlechtere Bezahlung von Frauen führt zu Altersarmut, ca. 60.000 Frauen in BRD sind wohnungslos.

War Frauenfußball vom DFB von 1955 bis 1970 verboten, gibt es heute eine Frauenbundesliga, doch es ist schwer, sie zu verfolgen, denn der Männerfußball dominiert die Medien.

Und wie steht es um die Kommunalpolitik?

Gestern, 2002, betrug der Frauenanteil an der Fürther Stadtspitze 0%. Es gab sechs Referenten und zwei Bürgermeister: Alles Männer!

Bis 2020 stieg der Anteil der Frauen auf 38 %, denn drei Referate wurden mit Frauen besetzt. Als letztes Jahr ein dritter Bürgermeister eingesetzt wurde, verringerte sich der Frauenanteil auf 33%, wenn im September das Sozialreferat tatsächlich wieder an einen Mann geht, sinkt er auf 22 %.

Weit entfernt von der Utopie der Unabhängigen Frauen Fürths. Denn im Übermorgen:

·        Werden Stellen fair ausgeschrieben und jede hat eine Chance

·        Teilen sich die Referate ein Mann und eine Frau in Teilzeit

·        Gibt es ein Kulturreferat, das sich aus einer bunten Mischung verschiedenster Geschlechter und unterschiedlicher Kulturen zusammensetzt

·        Wachen die Oberbürgermeisterin und ihr erster Bürgermeister darüber, dass Fürth eine menschenwürdige Stadt bleibt, in der sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen.

Die Unabhängigen Frauen Fürth (UFF) sind Fürther Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und mit unterschiedlicher Herkunft. Was sie eint, ist ihr Einsatz für Frauenrechte und eine Welt ohne Gewalt in Fürth und auf der ganzen Welt.

Weiter Informationen: Performance Frauenleben gestern – heute – übermorgen: https://fuerth-im-uebermorgen.de/2021/06/20/performance-frauenleben-gestern-heute-uebermorgen/




(Fotos: Fotodesign Silke Hartmann) mehr Fotos s. Bilder





In Präsenz


Juhu, die Inzidenzen sinken, die Temperaturen steigen und es gibt schöne Gärten in Fürth!

Ein besonders schöner, ist der von Petra: ideal zum Abstandhalten, zum Abschalten und zum Austauschen nach etlichen Zoomsitzungen. Am 11. Juni konnten wir im kleinen Kreis in Präsenz tagen. 

Es gab viel zu Besprechen: Fürth im Übermorgen steht an (s. unten und bei termine).

Die AG ist fleißig am Werk und probt für eine tolle Performance, die sich niemand entgehen lassen sollte:

 Sa., 17.07.2021, 12 Uhr: Freiluftbühne im Stadtpark





 Zoom boomt


So allmählich befindet sich Corona auf dem Rückzug, was zeigt, daß die Beschränkungen sinnvoll und richtig waren. Treffen via ZOOM sind eine Möglichkeit, um für die "Zeit danach" zu planen. Genau das tun wir eifrig!

Bis zum Sa., 17. Juli 2021, ist es gar nicht mehr so weit hin. 

„Fürth im Übermorgen“ www.fuerth-im-uebermorgen.de/fest-2021/

plant einen ganzen Tag voller Kultur im Stadtpark. Von 12 - 12.30 Uhr präsentiert UFF eine Performance auf der Freilichtbühne. Schönes Wetter haben wir schon bestellt, damit wir auch gut zur Geltung kommen. Also unbedingt den Termin freihalten...

Wer macht noch mit? Brigitte hat ein Doodle für die AG eingerichtet. Auf Anfrage erfahrt Ihr die Termine.  


Bei Wikipedia haben wir mal genau hingeguckt. In Sachen "Frauen" gibt's noch Luft nach oben.

Zwei Professorinnen möchten das ändern: www.women-writing-wiki.org. Dieser Weg wird kein leichter sein.

FürthWiki ist recht gut aufgestellt in Sachen Frauenanteil. Wer noch eine Fürtherin weiß, die Beachtung verdient, darf das gerne an die InitiatorInnen weitergeben. Auch UFF hat einen Eintrag, den wir aufgefrischt haben.

Gerne dürfen auch neue Straßen in Fürth dazu beitragen, Frauen beim Namen zu nennen. Erinnert sei hier an die Umbenennung einer Altstadtstraße in "Bella-Rosenkranz-Straße". (s. Archiv) Warum eigentlich nur eine?

Wer wird NachfolgerIN von Lissi? Die Messlatte liegt hoch und darf für Frauenförderung keinesfalls nach unten rutschen!

UFF bleibt wachsam...

Was wird aus dem Fürther Frauenmuseum (Frauen in der einen Welt e.V.), das in Burgfarrnbach im Marstall untergebracht ist? Das Gebäude ist stark renovierungsbedürftig und die Stadt sucht einen Investor. Leider wurde dabei allenfalls nur über das Museum, aber nicht mit den Leiterinnen gesprochen. Es ist das einzige Frauenmuseum in Bayern und durchaus überregional bekannt. Die Kuratorinnen stecken viel Herzblut in ihre Arbeit und dürfen keinesfalls bei den Planungen übergangen werden. Noch bis Oktober 2021 kann die aktuelle Technikausstellung besucht werden.

Ein adäquater Ersatz, gerne in der Innenstadt, wäre für die Stadt Fürth ein großer Pluspunkt!


UFF ist dem Bündnis Nordisches Modell beigetreten! Unser Ziel ist eine geänderte Gesetzgebung in Deutschland, die bei Sexkauf die Freier und Zuhälter bestraft. Den betroffenen Frauen werden echte Ausstiegshilfen geboten und der Mädchen -und Frauenhandel aus aller Welt wird eingedämmt. Mit dabei sind bekannte Hilfsorganisationen, wie KARO e.V., SOLWODI e.V., SISTERS e.V., aber auch engagierte Einzelpersonen, die die herrschenden Zustände nicht mehr hinnehmen wollen.









FN vom Sa., 27. März 2021

Lissy Reichert hat UFF vor über 18 Jahren mit gegründet. Sie bewarb sich nach  der Kommunalwahl 2002 um das Amt der zweiten Bürgermeisterin. 

Leider vergeblich!

Als erste ReferentIN für Soziales, Jugend und Kultur beREICHERTe sie Fürth ungemein! Frauen sichtbar machen, war immer Ihr Anliegen.

Liebe Lissy, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft. UFF bleibst Du ja erhalten.    

JA, auch UFF wünscht sich wieder eine Frau an der Spitze des Kultur - und Sozialreferats.

Dies haben wir in einem offenen Brief an die Stadtspitze deutlich zum Ausdruck gebracht.






 

Internationaler Frauentag 2021 - machen, was geht 

Rund um den 08. März finden auch heuer Land auf, Land ab Veranstaltungen statt, nicht nur digital!

UFF war live vor Ort: Und zwar am Samstag, den 06. März um 12 Uhr im Herzen der Fürther FuZo am Dreiherrschaftsbrunnen. Unser Thema: Frauen sichtbar machen.

Also wurde der Brunnen mit lila Stoff, Hüten und viel Phantasie in einen DreiFrauenbrunnen verwandelt. Viele PassantInnen freuten sich über die Abwechslung und blieben gerne stehen,  als Andrea, Barbara und Elke unsere drei Frauen des Jahres vorstellten:

 

Käthe Rohleder, Mary Sarah Rosenberg und Frieda Fronmüller. 



 

Felicia Peters gab mit "Bread and Roses" den Ton an, was in Coronazeiten ein ganz besonderes Vergnügen darstellte. 

 

Brigitte brachte in ihrer Rede unser Anliegen auf den Punkt:



Ja, Brot und Rosen, war die Streik-Parole von mehr als 20.000 Textilarbeiterinnen in Massachusetts 1912. Brot zum sattwerden und Rosen für die Seele. Das Lied wurde dann später vertont und zu einer der Hymnen des internationalen Frauentages, der am Montag stattfindet.

Wir haben uns heute schon versammelt am Dreiherrenbrunnen in Fürth, und das nicht ohne Grund. Der Dreiherrenbrunnen repräsentiert die früheren drei Herrschaften, die Fürth von 1400 bis 1795 Fürth regierte, also

 einen Bamberger Bischof, einen Ansbacher Markgrafen und einen Nürnberger Patrizier.

Diese Dreiherrschaft, hat Fürth gut getan, sie hat dazu geführt hat, dass sich Juden und Handwerker, die woanders nicht geduldet wurden, in Fürth ansiedelten.  So gilt in Fürth der Dreiherrenbrunnen zu Recht als Symbol für Toleranz und Vielfalt.

Und doch ist es mit der Vielfalt nicht so weit her, denn: Der Brunnen repräsentiert nur die Hälfte der Welt – die männliche, uns ihr seht schon, das wollen wir heute ändern.

Denn, vielleicht war es ja in der frühen Neuzeit normal, dass Männer Fürth regieren, Heut haben wir ein fortschrittlicheres Bild der Welt, wir sind Europäerinnen, wir sind gleichberechtigt und müssten daher auch im gesellschaftlichen Leben gleich repräsentiert sein. Sind wir aber nicht, und das ist einer der Gründe, warum sich die Unabhängigen Frauen Fürth vor 2002 gegründet hatten. Damals hatten viele Frauen die Hoffnung, dass neben dem direkt gewählten Oberbürgermeister (SPD), eine Frau den Posten der Zweiten Bürgermeisterin besetzen würde. Dem war aber nicht so, man entschied sich für einen zweiten Mann, ebenfalls von der SPD.

Zudem gab es bei sechs Referaten keins, das mit einer Frau besetzt war.

Die Stadtspitze war ausschließlich männlich aufgestellt. 

Der weibliche Zorn darüber war groß. Frauen aus verschiedenen politischen Lagern, darunter einige, die bisher politisch nicht aktiv waren, gründeten gemeinsam den Verein Unabhängige Frauen Fürth UFF e.V.

 

Heute sind die Referate fair vergeben und im Fürther Stadtrat sitzen 21 Frauen und 29 Männer. Das kann sich sich sehen lassen, wenn es aber ums regieren geht, dann hatten wir Unabhängigen Frauen im Mail dieses Jahres umsonst gehofft, dass sich zu den beiden Herrn Bürgermeistern eine Frau Bürgermeisterin gesellen möge – die meisten wissen es, es ist ein Herr geworden. Also es gibt Luft nach oben.

 

Und schaut man auf die neue Seite der Fürther Tourismus Zentrale, so werden unter Fürther Persönlichkeiten  sechs Männer und – mit Grete Schickedanz - eine Frau vorgestellt, vielleicht, weil ihr Gatte Gustav einer der sechs männlichen Persönlichkeiten ist. .

Auf dem Fürther Ehrenweg sind von 17 Bronzetafeln nur 3 Tafeln Frauen gewidmet.

Und doch hat und hatte Fürth sehr viele und sehr großartige Frauen und wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, sie sichtbar zu machen. Heute stellen wir euch drei Frauen vor, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts geboren wurden, Eine Theologin, eine Verlegerin und eine Komponistin.

Aber vorher singt Felicia für euch…

 

 


https://www.nordbayern.de/region/fuerth/zum-weltfrauentag-wir-wollen-die-halfte-der-welt-1.10907861



Noch mehr Impressionen finden sich auf der Fotogalerie s. bilder



2021 - herzlich willkommen

Corona hat uns in letzten Jahr alle kalt erwischt. Mittlerweile haben wir uns, so gut es eben geht, damit arrangiert.

Der Lockdown wird verlängert, wodurch jegliche Projektplanung mittelfristig schwierig bleibt. Trotzdem sollten engagierte Frauen wachsam sein und ihre Schreibtischschubladen schon mal auffüllen. Es wird ein Leben nach Corona geben!

Rund um den 08.März sind in unsere Stadt wieder Aktionen geplant, die von Hilde Langfeld (GST) koordiniert werden. 

Auch UFF will die frische Fürther Frühlingsluft für eine Performance im Freien nutzen. Frau darf gespannt sein...

Bereits am Samstag, 06.März 2021, zwischen 12 und 14 Uhr, werden wir in der Fuzo am Dreiherrschaftsbrunnen an verdiente Fürtherinnen erinnern, damit Frauengeschichte nicht vergessen wird.




Nicht wegsehen



Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von Partner oder Ex-Partner ermordet!

Eigentlich wollte UFF am 25. Nov. eine beachtliche Performance in der Innenstadt gestalten ...

Aber mit Corona läßt sich nicht spaßen, und so wurde es immerhin eine nachmittägliche  Mahnwache von ca. 30 Aktivistinnen vor dem Rathaus in Fürth. Die Fahne von Terre des Femmes wehte drei Tage im Herbstwind und wir UFF-Frauen taten unser Möglichstes, um auf die Gewalt aufmerksam zu machen; nicht irgendeine Gewalt, sondern die, der Männer gegen Frauen. 

 

Brigitte las die aktuellen Zahlen des BKA vor und jede einzelne Zahl ist eine zuviel! Ein Blick in die Tageszeitung bestätigt unser Anliegen: "Familiendrama", "Beziehungstat" o.ä. werden Mord und Totschlag verharmlosend genannt. Freundinnen und Angehörige bleiben oft fassungslos zurück. Warum nur? 

Deshalb hielten wir Banner hoch und klopften auf Töpfe zum lautstarken Protest. 

OB Dr. Jung kam mit dem Fahrrad vorbei und natürlich unterstützte uns die Frontfrau von Fürth, Hilde Langfeld, kräftig. 


 






 



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Schweigen sollte niemand, der oder die von Gewalt betroffen ist....

















Augen auf beim Semmelkauf

Hilde Langfeld und Kolleginnen des Landkreises konnten lokale BäckerInnen für ein tolle Aktion gewinnen!

"Gewalt kommt nicht in die Tüte" - dieser Hinweis, samt Logos von diversen Unterstützerinnen, ist in der letzten Novemberwoche auf Fürther Brottüten zu lesen und zwar in Deutsch und Englisch.

 Am besten mehrmals verwenden und weiter zeigen!





Gewalt gegen Frauen geht gar nicht: Aktionstag 25. November 2020

Ausweichquartier für die Septembersitzung war das Büro der Grünen in der Mathildenstraße, da der Frauentreff in Coronazeiten eindeutig zu klein dafür ist.

Hauptanliegen von UFF ist z.Zt. der Aktionstag gegen Gewalt: 25.Nov.. Jedes Jahr wehen in vielen deutschen Gemeinden die Fahnen von Terre des Femmes vor den Rathäusern. Auch Fürth könnte sich daran beteiligen, wenn es nach den Vorstellungen von UFF ginge. Ein sichtbares Zeichen setzten, ist unser Ziel! 

https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/fahnenaktion/hintergrund

Die GST unter Führung von Hilde Langfeld hat bis jetzt eine Bäckertütenaktion gestartet und plant einen Stand in der Fürther FuZo, gemeinsam mit einer Polizistin. 

UFF möchte sich mit einer eigenständigen Aktion einbringen und plant eine "mobile Performance" in der Innenstadt, nachmittags gegen 15 Uhr. Wer möchte mitmachen? Genauere Infos auf Anfrage.

Beispiele für "Familiendramen" oder "Beziehungstaten" finden sich tagtäglich in der Zeitung und sollten als das bezeichnet werden, was sie sind: Morde von Männern an Frauen. Jeden dritten Tag stirbt eine Frau an den Folgen von Männergewalt!

Das darf nicht so bleiben....





Ein Garten ist eine Akademie der blühenden Künste

- Gabriele Renate Pyhrr -

Petra besitzt so eine Akademie!

Am So., 23.08. 2020 verlegten wir unser UFF-Treffen, coronabedingt, auf den Nachmittag und ins Freie. Eine gute Entscheidung, denn das Wetter war perfekt zum Diskutieren unter freiem Himmel.

Unser nächster wichtiger Aktionstermin wird der 25. November 2020 sein, der Tag gegen "Gewalt an Frauen". Dieses Thema begegnet uns tagtäglich: Wer nicht persönlich betroffen ist, liest es in der Zeitung, sieht die verstümmelten Frauenleichen in Fernsehkrimis oder die echten Opfer bei XY ungelöst. Nicht selten handelt es sich um sogenannte "Beziehungstaten" oder "häusliche Gewalt". Zuhause sollte eigentlich der Ort sein, an dem sich eine Frau am sichersten fühlen kann und die Familie sollte jedem Menschen Halt im Leben geben. Leider ist das Gegenteil für viele Frauen der Fall. Laut Aussage von Frauenministerin Giffey, starb 2019 in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau auf Grund von Gewalteinwirkung ihres männlichen Umfeldes!

UFF wird sich einbringen! Euere Ideen sind gefragt.

Veranstaltungen sollten heuer, soweit möglich, im Freien durchgeführt werden. Auch die Fahnenaktion von Terre des Femmes, die bereits seit einigen Jahren von vielen deutschen Städten unterstützt wird, könnte für frischen Wind in Fürth sorgen. 

Hilde Langfeld (GS T, FB) plant bereits einen Stand in der Fürther Fußgängerzone zusammen mit der Polizei. Diese ist meistens die erste Instanz vor Ort, die den betroffenen Frauen akut helfen soll.




Zudem werden mittelfrankenweit Bäckertüten verteilt, die mit der Aufschrift "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte" zum Hinschauen anregen. Ein erster Schritt kann sein, das Hilfetelefon 08000 116016 anzurufen und sich professionelle Beratung zu holen! 

UFF trifft sich wieder am 27.09. im Büro der Grünen, Mathildenstr. 24, 18 Uhr, zwecks Ideensammlung, denn tagsdrauf tagt das Frauenforum Fürth und erhofft sich viele Vorschläge. 



Eine Jahreshauptversammlung zur Zeiten der Coronakrise

Am Sonntag, 19.07.2020, 18 Uhr, trafen die UFF-Frauen erstmals seit Beginn der Coronapandemie im März zu einer "echten" Sitzung zusammen. Vorher gab es drei Termine per Zoom, die allerdings persönliche Treffen nicht komplett ersetzen können. 

Da der Multikulturelle Frauentreff in der Moststraße zu klein gewesen wäre, trafen wir uns im Gemeindesaal der Auferstehungskirche, wo wir uns gut ausbreiten konnten. Natürlich blieben Fenster und Türen weit offen und alle anwesenden 15 Mitfrauen hatten Stift, Block und Getränk selber dabei.


Sirka ließ die beiden letzten Jahre aus UFF-Perspektive revuepassieren!

Besonders erwähnenswert ist die "Bank für Brigitte" am Flußdreieck.

Im März 2019 weihten wir sie bei einer kleinen Gedenkfeier offiziell ein.





Absolutes Highlight des Jahres 2019 war das 1. Fürther Frauen*Barcamp am 2. November im Gemeindehaus St. Michael. Über 80 Frauen trafen sich einen ganzen Samstag lag, um sich zu vernetzen und auszutauschen.  


Basierend auf Freiwilligkeit, Meinungsvielfalt und Augenhöhe bietet das Barcamp ein demokratisches Forum, bei dem die Teilnehmerinnen in offenen Workshops Themen bearbeiten, die sie interessieren. Deshalb waren keine Themen vorgegeben, sondern wurden am Anfang von den Teilnehmerinnen vorgeschlagen und abgestimmt. Es ging um intensiven Austausch, bei dem neue Ideen entstanden, Kontakte geknüpft und gemeinsame Projekte angestoßen wurden. 




Nicht zu vergessen sind auch die Wahlveranstaltungen von UFF, zum einen zur Landtagswahl in Bayern im September 2018 und im Februar 2020 zum Kommunalwahl. Erklärtes Ziel von UFF seit seiner Gründung 2002, ist eine Bürgermeisterin für Fürth. Leider bleiben auch diese Wahlperiode die Herren an der Stadtspitze wieder unter sich...



Vor allem waren wir natürlich zusammengekommen, um den Vorstand neu zu wählen. Rotraut stellte ihr Amt der zweiten Vorsitzenden zur Verfügung, wurde aber einstimmig zur Ehrenvorsitzenden gewählt. Ihren Platz wird künftig Brigitte Stenzhorn einnehmen, worüber wir uns alle sehr freuen. 

Sirka, Kathrin und Petra bleiben, wie sie sind. Und da gibt es v.a. einige super engagierte neue Mitfrauen, die sich mit tollen Ideen UFF aufgefrischt haben. Es dürfen gerne noch mehr werden....Wie alle anderen auch, wurden wir in unserem Tatendrang durch Corona kalt ausgebremst. So kann unsere geplante Ausstellung zum Frauenwahlrecht erst im März 2021 in der VHS stattfinden. Unser nächstes Großprojekt wird der 25. November (frei und selbstbestimmt leben) sein s.o.


Kassiererin Petra brachte kurz und präzise die Finanzen auf den Punkt. Dank einiger Neueintritte, steht UFF gar nicht so schlecht da und kann sogar noch andere Frauenprojekte unterstützen, z.B. KARO e.V.(Prostitution an der deutsch - tschechischen Grenze). Wer Kohle übrig hat, darf gerne mehr, als unseren Jahresbeitrag von 15 euro, überweisen. UFF dankt in jedem Fall und ruft alle Mitfrauen, egal ob erst kurz dabei oder schon länger, zu viel Frauenpower in Fürth auf!






2020 - Ein seltsames Jahr


Im Januar startete UFF voller Tatendrang, angespornt durch den Erfolg unseres Barcamps (02.11.2019), und plante gleich mehrere Veranstaltungstermine! Die erste Sitzung konnte noch im Frauentreff in der Moststraße stattfinden. Der Kommunalwahlkampf war im vollen Gange und wir waren noch guter Hoffnung auf eine Bürgermeisterin in Fürth.
Am Do., 20 Februar luden wir zu unsere Wahlveranstaltung ein und es war richtig voll. An Abstand und Maske dachte damals noch niemand. Die Stimmung war gut, diskutiert wurde eifrig. Auch unseren "Traum" eines repräsentativen Frauenzentrums konnten wir vorbringen.






















Im März kam bekanntlich der Lockdown, d.h. unsere Ausstellung zum Thema „Frauen – Freiheit – Wahlrecht“ im Bistro der VHS fiel ins Coronaloch! Die Vernissage sollte am 19.März sein. Die Flyer waren schon lange vorher gedruckt und verteilt. Wir hoffen jetzt für März 2021!



Die Kommunalwahl in Bayern fand wie geplant statt. Dr. Thomas Jung wurde erwartungsgemäß in Fürth im Amt bestätigt, ebenso wie Markus Braun an zweiter Stelle. Doch diesmal sollte noch eine dritte Bürgermeisterstelle vergeben werden. Nicht nur UFF, auch die Gleichstellungsstelle mit Chefin Hilde Langfeld, erwarteten eine weibliche Besetzung. Gabriele Zapf von den Grünen trat zur Abstimmung gegen Dietmar Helm (CSU) an und … sie verlor. Kommentar überflüssig, die Herren bleiben unter sich!

Deshalb schrieb Sirka am 28.04. folgenden Brief an die FN:  

Ob nun zwei- oder dreiköpfig: Warum gab es in der obersten Fürther Stadtspitze eigentlich noch nie eine Frau? Im Stadtrat und in den Referaten arbeiten Männer und Frauen gleichberechtigt zusammen. Warum nicht im Leitungsgremium? Eine "Grußtante" brauchen wir nicht. Sondern mutige Stadträtinnen, die sagen: Wir kandidieren für das Amt einer Bürgermeisterin auf Augenhöhe. Es wäre ein Signal: dass es in Fürth für Frauen genauso wie für Männer wirklich möglich ist, auf allen Ebenen - auch in der Stadtspitze - Politik zu gestalten. Und es wäre ein Impuls für den Bayerischen Städtetag, wo bislang überwiegend Männer unsere Gesellschaft repräsentieren, die doch zur Hälfte auch aus Frauen besteht.

Sirka Schwartz-Uppendieck
1. Vorsitzende der Unabhängigen Frauen Fürth (UFF e.V.)


Da persönliche Treffen nicht mehr möglich waren, richtete Brigitte dreimal eine ZOOM-Konferenz ein, um die nötigsten Themen zu besprechen. Das waren z.B. die „Zukunft des Frauenmuseums“ in Burgfarrnbach oder an anderer Stelle im Stadtgebiet? Aber auch, „wie geht’s den Frauen in Corona“? „häusliche Gewalt“  und "Homeoffice" sei hier genannt, „Situation an den Schulen“ oder „ungewollte Schwangerschaften“. UFF recherchierte zu diversen Themen. (Infos auf Anfrage)

 

Im Juli wurde UFF volljährig, aber die Party verschieben wir aufs 20jährige in 2022!

Wenigstens unsere Jahreshauptversammlung konnten wir in echt abhalten. Bericht siehe oben!

 

Wir hoffen – wie alle anderen auch – bald wieder Normalität in unser Vereinsleben bringen zu können, gesund natürlich und mit vielen Ideen fürs kommende Jahr.