UFF e.V.

unabhängig, vernetzt, weiblich


aktuelles

starke Frauen - starke Worte


Gemeinsam können wir mehr erreichen, v.a. weil wir uns für die selbe Sache engagieren:

Keine Gewalt gegen Frauen!

Deshalb veranstalteten heuer engagierte Mitfrauen vom Frauenhaus Fürth, von Ver.di, vom weißen Ring und von UFF zusammen eine Kundgebung mit Demo zum 25. November. 

Der große Zuspruch gab uns Recht!

Um 11 Uhr starteten wir am Fontänenbrunnen in der Adenaueranlage mit starken Worten der Referentinnen:

Brigitte Stenzhorn (UFF e.V.), 

Regina Vogt-Heeren (Frauenhaus Fürth),

 Sharta Yassin-Salomo (weißer Ring),

 Irmgard Herney (Verdi).

                                                                                                                           Fotos: Karen Köhler

Nach wie vor gibt es viel zu wenige Plätze im Frauenhaus. Die betroffenen Frauen leiden oft jahrelang unter gewalttätigen Partnern, ehe sie Unterstützung finden. Der weiße Ring hilft Opfern von Gewalt, berät, hört zu und betreibt Prävention.

Materielle Abhängigkeit hat für Frauen fatale Folgen, wie Irmgard von ver.di betonte. Meist sind Mütter und Ehefrauen nur geringfügig oder in Teilzeit beschäftigt und haben überhaupt nicht die finanziellen Mittel, eine Trennung durchzustehen. Altersarmut ist vorprogrammiert. Eigentlich ist das alles schon länger bekannt, aber trotzdem bleiben die Femizidzahlen in Deutschland  erschreckend hoch! Als sichtbares Zeichen dagegen machten sich knapp 100 Fürtherinnen und einige Fürther mit uns auf den Weg Richtung Bahnhof. Eigentlich sollte dort eine "rote Bank" eingeweiht werden, doch die Stadtväter waren gegen eine weitere "rote Bank" in der Innenstadt. (Im Stadtpark, unterhalb HLG wurde die erste Fürther rote Bank im Sommer aufgestellt.) Die Presse berichtete mehrfach darüber. Die roten Bänke sind unbequem, das Plaudern bleibt im Halse stecken, das Vesper will nicht recht schmecken, denn die rote Farbe symbolisiert das Blut der getöteten Frauen. Telefonnummern für Hilferufe fallen spontan ins Auge - das könnte mancher Betroffenen helfen! Von Italien aus breitete sich die Idee rasch weltweit aus. (Wer eine auf Reisen sieht, bitte Bild an UFF, für die Pinnwand.) 

Eine einfache Holzbank mit rotem Stofftuch wurde auf unserer Demo mitgetragen und am Bahnhofsvorplatz zur Kundgebung abgestellt.

Wenn wir solche Symbole nicht bräuchten, wäre es für alle einfacher und  mind. 130 Frauen in Deutschland würden das Jahresende noch erleben, weshalb es nur in zweiter Linie um "rote Bänke" geht, dafür in erster Linie um gleichberechtigtes Miteinander von Männern und Frauen.

Gehör verschafften uns zwei gestandene Musikerinnen: Steffi Zachmeier am Akkordeon und Freundin Karin an der Trompete.

Herzlichen Dank für die tolle Musik!

Wo wir angefangen haben, beendeten wir auch unsere Aktion: 

Am Fontänenbrunnen verhüllten wir die umstehenden Bänke mit roten Decken.











Andrea verlas einen Text von Brigitte: Nunca mas - nie mehr!

Nunca màs – NIE MEHR
Nie mehr zur Seite blicken, wenn er Dich anschaut,
nie mehr Dich bücken und beuten,
aufrecht gehen und stehen,
nie mehr vor Angst zu Hause bleiben,
nie mehr schweigen, wenn es was zu sagen gäbe.
Aufrecht den Blicken entgegen gehen, die Dich fixieren
(was ist das denn für eine?)
Nie mehr die Wunden verbergen,
nie mehr leugnen,
vielmehr anklagen
laut und aufrecht,
geschlagen – vom eigenen Mann.
Die Schande ist die Schande des Mannes!
Nein, nunca màs, NIE MEHR  sollst Du die Schuld auf Dich nehmen,
nie mehr die Augen überschminken.
Nunca màs,
: NIE MEHR, denn wir sind auf deiner Seite!

(Text: Brigitte Stenzhorn)

Was bleibt von den 90 Minuten am Samstag Vormittag?

Hoffentlich ein starkes Gefühl gegen die Hilflosigkeit, ein Zeichen gegen Gewalt und für gemeinsames Handeln.

Mehr Fotos bei bilder









wir sind viele



Auch 2023 stirbt jeden dritten Tag eine Frau in Deutschland durch eine sogenannte „Beziehungstat“ oder bei einem „Familiendrama“. D.h. Täter und Opfer kannten sich gut. Oft erlebte die Frau ein jahrelanges Martyrium, ehe schließlich für sie jede Hilfe zu spät kommt.
Nach jedem Femizid weisen engagierte Frauengruppen auf die erschreckende Tatsache hin, daß „häusliche Gewalt“ immer und überall und ganz in der Nähe stattfinden kann!
Am Sa., 25. Nov., dem „internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ möchte deshalb UFF möglichst viele Frauen in Fürth zur eine Demo mit Kundgebung zusammenbringen!
Deshalb treffen wir uns um 11 Uhr an der Adenaueranlage im Herzen der Innenstadt am Fontänenbrunnen. Wir werden uns bemerkbar machen, so daß alle Demobesucherinnen uns nicht übersehen oder überhören können.

Es sprechen:

Brigitte Stenzhorn (UFF e.V.), Regina Vogt-Heeren (Frauenhaus Fürth), Sharta Yassin-Salomo (weißer Ring), Irmgart Herney (Verdi).

Auf unserer Route Richtung Bahnhof, über die Rudolf-Breitscheid-Straße wieder zur Adenaueranlage, wollten wir zwei neue rote Bänke einweihen. Diese gelten inzwischen in vielen Ländern als Symbol gegen Gewalt an Frauen. Leider hat sich der Stadtrat mehrheitlich gegen rote und/oder bunte Bänke im Stadtgebiet entschieden. Aber UFF ist ja kreativ und hat sich schon eine pfiffige Performance überlegt. 


Bitte nehmt die Gelegenheit wahr, Gesicht zu zeigen gegen Gewalt!

Bitte Beratungsvideo anklicken für mehr Infos zum Hilfetelefon.





Eine traurige Nachricht erreichte uns am 01. November:

www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/lea_ackermann_gestorben_100.html

Sr. Dr. Lea Ackermann, die Gründerin von Solwodi ist am 31.10.23 verstorben. 

Sie war eine der engagiertesten Frauen in Deutschland für Frauenrechte, gegen Gewalt, für eine gerechte Welt.

www.solwodi.de




Die Demokratie ist weiblich


UFF lud fünf Politikerinnen aus Fürth ein, mit interessiertem Publikum über Politik von Frauen für Frauen zu sprechen.



Barbara (Grüne), Gülden (FDP), Bettina (LINKE), Petra (CSU) und v.a. auch Sarah Jonescu (SPD Stadträtin, ganz kurzfristig eingesprungen für die erkrankte Julia Schnitzer - vielen Dank dafür!) waren bester Laune, super motiviert und vorbereitet!

 Die Diele im Babylon war randvoll und die gute Atmosphäre hielt den ganzen Abend an. Durch diesen führten Brigitte anhand einer Powerpoint und Sirka, die auch immer die Uhr im Blick hatte. Zunächst stellten sich die Kandidatinnen selber vor, wobei wir erfuhren, daß Sarah bekennender Fußballfan ist, Gülden erst seit 2020 in Fürth lebt, Barbara sich als "Frau der Wirtschaft" outete, Bettina schon als Djane in Bern gearbeitet hat und Petra bereits seit 1998 im bayer. Landtag sitzt.

 Als Politikprofi kennt sie endlos lange Sitzungen, die nur Zeit und Nerven kosten würden. "Frauen arbeiten gerne effizient, stehen sich aber selber im Weg und trauen sich zu wenig zu", meinte Petra. Gefragt haben wir nach dem Grund, warum nicht mehr Frauen in der Politik aktiv sind und wichtige Ämter besetzen? Einig waren sich alle, daß sich schon viel verbessert hat, aber immer noch Zeit und finanzielle Ressourcen bei Frauen weniger vorhanden sind, als bei Männern. Darüber, ob eine Frauenquote helfen könnte, gabs unterschiedliche Meinungen. Wenn alle Ehefrauen, Mütter, Töchter, Kolleginnen und Chefinnen die gleichen Voraussetzungen, Förderungen und "helfende Hände" im Hintergrund hätten, wie die Ehemänner, Väter, Söhne, Kollegen und Chefs, bräuchte es eigentlich keine Quote...

Gülden betonte die Kraft, die von gemischten Teams ausgeht. 

Großes Thema bei UFF ist bekanntlich die alltägliche Gewalt gegen Frauen. Auf der Powerpoint wurden die aktuellen Zahlen zur Partnerschaftsgewalt aufgezeigt. Spitze des Eisbergs stellen die Femizide da, Ende September bereits 80 (!) ermordete Frauen in Deutschland - und stündlich werden es mehr.

Alle Podiumsteilnehmerinnen waren sich einig, daß es nicht früh genug mit der Prävention losgehen kann. Gute Bildung und Erziehung sind unerläßlich, um sich der Verrohung der Gesellschaft entgegenzustellen. Aber daran haperts ja leider zusehends, brutalste Krimiüberflutung täglich im TV, vom Internet gar nicht zu reden. 

Die 10 Frauenhausplätze in Fürth reichen bei Weitem nicht aus. Alle Schutzmaßnahmen in Bayern sind chronisch unterfinanziert, die Kinderbetreuung ist oft mangelhaft, Rolemodels für junge Frauen fehlen, der gesellschaftliche Zusammenhalt nimmt ab.

Wann endlich handeln die Verantwortlichen?

UFF wollte all das ansprechen, wo den Frauen der Schuh drückt. Wie passend, das - mit Ausnahme der SPD - alle demokratischen Parteien in Fürth, Direktkandidatinnen aufgestellt haben! Und was für tolle, engagierte Frauen das sind, konnten wir an dem Abend erleben: glückliches Fürth!

Aber auch das Publikum, das nicht nur aus Frauen bestand, diskutierte eifrig mit, gab Impulse und war begeistert über die gelungene Veranstaltung. Wir wissen es alle: Alles, was Frauen schaffen, kommt auch Männern zu Gute.

Und so gabs als Dankeschön für jede, eine Exemplar von Carolin Kebekus: "Es kann nur eine geben"

Fotostrecke folgt!






 













Wahl"kampf"

Am 08. Oktober 2023 wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt, d.h. die heiße Phase des Wahl"kampfs" ist eingeläutet.

Wer kämpft hier eigentlich gegen wen? Partei gegen Partei - Kandidat gegen Kandidat?

Die Ukraine kämpft gegen Rußland, an der polnisch-belarussischen Grenze wird gegen Flüchtlinge gekämpft, in Griechenland kämpft die Feuerwehr gegen Waldbrände...

Statt zu "kämpfen" könnten Politiker verschiedenen Parteien sich positionieren für Demokratie und Menschenrechte, Diskussionen statt Streitgesprächen führen, Argumente statt Parolen liefern.

Und was sagen denn die PolitikerINNEN dazu? "Kämpfen" Frauen an anderen "Fronten" als Männer?

Der Frauenanteil im bayerischen Landtag liegt bei gerade mal 27%!

Woran das liegt, wollen wir sie fragen und zwar am Freitag, 22.09.2023, 19 Uhr, Diele im Babylon.


Mit dabei sind: 

Barbara Fuchs (Grüne), Petra Guttenberger (CSU), Gülden Hennemann (FDP), Sarah Jonescu (SPD), Bettina Wagegg (Linke),

Die Moderation übernehmen Brigitte, Sirka und Helin. Mitdiskutieren können alle Anwesenden.




rote Bänke für Fürth  

Die aktuellen Zahlen des Innenministeriums machen fassungslos: Auch 2023 ist die sog. "häusliche Gewalt" in Deutschland wieder angestiegen.

Alle 72 Stunden ein #Femizid.
Tödliche patriarchale Gewalt.
2023: Schon 170 Täter !!!
Vollendetes oder versuchtes Tötungsdelikt.

#Femizid in Deutschland 2023 • Durch die Gewalt ihres Partners, Ex-Mannes, Bekannten, Verwandten, Lebensgefährten, Bruders, Sohnes, Vaters, Mitschülers, Nachbarn, etc. starben bis heute 98 Frauen und 7 Mädchen, (10 J., 7 J., 7 J., 5 J, 5 J. und 3 J., und ein Ungeborenes). Zudem wurden 71 weitere Frauen, 1 kleines Mädchen und 8 Männer zum Teil sehr schwer verletzt, 6 weitere Frauen lebensgefährlich bedroht. Eine Frau wird vermisst. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

(Quelle: www.onebillionrising.de/femizid-opfer-meldungen-2023, Stand 15.07.23)

Konnte in den letzten drei Jahren noch "Corona" als Grund vorgeschoben werden, sollten wir für 2023 andere Ursachen für diesen Haß auf Frauen aufdecken.

Vor allem: Was können wir tun?

Am Sonntag, 09.Juli, 11 Uhr, wurde die erste rote Bank in Fürth eingeweiht! Die Bank wurde im Stadtpark neben dem Baum für Internationale Frauensolidarität aufgestellt, der im Jahr 2019 vom Deutsch-Türkischen Frauenclub gespendet wurde. Der Standort befindet sich unterhalb des Helene-Lange-Gymnasiums gegenüber dem ehemaligen Mädchenhort.

Die Projektidee kam von Gülseren Suzan-Menzel, Gründerin, Ehrenpräsidentin des Deutsch-Türkischen Frauenclubs Nordbayern e.V. (DTFC) und Trägerin der Bayerischen Sozialmedaille. (Bildmitte)








Zahleiche Frauen aus Fürth und auch aus Nürnberg waren der Einladung von Hilde Langfeld (GST) gefolgt, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzten. Auch der türkische Konsul und der dritte Bürgermeister von Fürth unterstützen die Aktion durch ihre Anwesenheit.





Die Stimmung war hoffnungsvoll, auch wenn es 2022 in der Türkei ca. 400 (!) sog. "Ehrenmorde" gegeben hat. Im Klartext: Eine Frau wurde von der eigenen Familie ermordet, weil sie nicht Besitz des Mannes sein wollte, sondern ein eigenes Leben führen wollte! Dieser Wunsch endete tödlich!





Alle wichtigen Notrufnummern sind eingraviert. Hinsehen, hinsetzen, helfen, eingreifen, bevor es zu spät ist, Prävention schon in den Schulen, Betreuung betroffener Familien, mehr Mittel für Frauenhäuser. All das kostet viel Geld, aber ein Menschenleben ist unbezahlbar.



Weitere rote Bänke sollen folgen, auch von UFF unterstützt. Mehr als ein Symbol für das vergossene Blut der getöteten Frauen, können diese Bänke sicher nicht sein. Aber immerhin dieses Gedenken ist uns wichtig und hoffentlich regt es den ein oder anderen Täter zum Umdenken an.




Ein wunderschöner, sonniger Sonntagvormittag im Fürther Stadtpark bei guter Stimmung unter Freundinnen, läßt fast vergessen, was zur Zeit alles im Argen liegt, in dieser Welt und wie die Schere zwischen Männern und Frauen immer weiter aufgeht.












Jetzt ist die Zeit  (für das Nordische Modell)

Vom 7.- 11. Juni fand in Nürnberg und Fürth der 38te Evangelische Kirchentag statt. Kirchentage sind immer ein Forum für Menschen mit Interesse an Gott und der Welt. Begegnungen auf Augenhöhe, Austausch und neue Ideen für eine gerechtere Gesellschaft können richtig Lust machen, sich zu engagieren und nicht wegzusehen, wenn es brennt.

Auch UFF war indirekt vertreten und zwar in Halle 1, Messezentrum, wo sich alles rund um "Menschenrechte, als globale Herausforderung" drehte. 

Da hatten so bekannte NGOs wie amnesty international oder die Seenotrettung ihre Stände und in Reihe F-74: das Bündnis Nordisches Modell, dem UFF schon vor zwei Jahren beigetreten ist.


Zusammen mit Simone aus Dortmund, Silvia aus München und Adele aus Leipzig, war Kathrin vom Aufbau am Mittwoch bis zum Abbau am Samstagabend dabei.



Die einjährige Planung hat sich richtig gelohnt! An unserem Stand war immer was los: Ein Glücksrad, das mit den Mythen über die Prostitution beschrieben war, bot den super Einstieg für ein Infogespräch. Als Belohnung fürs Mitmachen gabs ein Brillenputztuch, das den Durchblick in Sachen Prostitution bringen kann.  Eine Powerpoint mit harten Fakten lief in Endlosschleife, Flyer von "Sisters e.V.", TdF (Loverboymethode), und natürlich vom Bündnis selbst, wurden sehr gerne angenommen.










Der Informationsbedarf war unglaublich groß und der daraus folgende positive Zuspruch tat richtig gut! 

Absolutes Highlight war die Resolution, die wir im Vorfeld bei der Kirchentagsleitung eingereicht hatten. 1500 Unterschriften waren als Minimum zur Annahme nötig. Mit 1670 Unterzeichnenden nahmen wir locker diese Hürde! Nun sind Bundestag, Rat der EKD und Diakonisches Werk an der Reihe, sich mit unserer Resolution auseinander zu setzen und uns zu antworten. Nur die Seenotrettung konnte einige Stimmen mehr gewinnen. Ein toller Erfolg!





Zusammen mit "Gemeinsam gegen Menschenhandel" und "Solwodi e.V." führte Silvia souverän, am Samstag ab 14 Uhr, durch eine einstündige Podiumsveranstaltung vor interessiertem Publikum auf Papphockern. 











Zugegeben, das Thema "Prostitution" ist ein ganz harter Brocken und für viele Menschen schlicht zu weit weg, um sich damit zu beschäftigen, aber leider kommt es immer näher: Sog. "Terminwohnungen" in vielen Städten, zweckentfremdete Ferienwohnungen, Großbordelle in Stadt und Land, "Freierforen im Internet", Pornografieplattformen wie "only fans", die schon Schulkinder kennen, Straßenstriche nicht nur in Berlin und Stuttgart, allgemeine Respektlosigkeit gegenüber Frauen ... Die Liste ist lang. 

Unser Stand am "Markt der Möglichkeiten" hat hoffentlich dazu beigetragen, das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu bringen und die Politik auf einen Wertewandel eindrucksvoll hinzuweisen. Zu diesem Zweck konnten noch Postkarten an die jeweiligen Bundestagsabgeordneten ausgefüllt werden, die jetzt unsere Forderungen direkt auf den Schreibtisch bekommen.

Für mehr Infos: www.bündnis-nordischesmodell.de













Women in Red - Grün sollen sie werden

Wer was wissen will, greift schon lange nicht mehr zum Lexikon, sondern schaut gleich bei Wikipedia nach. Eine kluge Community schreibt beständig allgemein zugängliche Texte, um jede Bildungslücke zu schließen.

Für Fragen rund um die Stadt Fürth und alle, die sich auf irgendeine Art für Fürth engagiert haben, gibt es das FürthWiki. www.fuerthwiki.de

In der Gustavstraße 12 kann Wikipedia und ihre/seine MacherInnen live erlebt werden, denn Fürth ist eine der wenigen deutschen Städte, die einen echten Wikipedialaden haben - in unserem Fall einen FürthwikiLaden. 

Leider ist es auch hier so, wie im richtigen Leben - Frauen werden häufig übersehen, Männer bekommen alle Lorbeeren.

Damit dies sich bald ändert, gabs am 29.03.2023 eine Infoveranstaltung für Frauen in den sehr schön renovierten Räumen.

Hilde Langfeld begrüßte alle Anwesenden mit engagierten Worten und beim anschließenden Workshop wurden richtig viele Frauennamen an die Pinwand geheftet - alles Kandidatinnen für Fürthwiki!

Brigitte und Elke hatten sich gründlich eingearbeitet und einen längst überfälligen Eintrag für Hilde vorbereitet. Manuela Hellfrich, als begeisterte Wikianhängerin, erklärte die einzelnen Schritte am PC genau. Bitte unbedingt die Urheberrechte der Fotos beachten!  https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Hildegard_Langfeld

Und damit mehr Frauen sich trauen, findet am ersten Donnerstag im Monat, von 18:00 bis 20:00  Uhr ein Treffen statt unter dem bewährten UFF- Motto: Frauen sichtbar machen im Fürthwiki und alle anderen wikis weltweit!








Drei-Frauen-Brunnen

Schon fast eine Tradition geworden, ist die UFF-Aktion zum internationalen Frauentag.

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde der Drei-Herren-Brunnen im Fürther Stadtzentrum feminisiert! 



Auch wenn das Wetter nicht perfekt war, die Stimmung war es in jedem Fall!

Petra Kelly, Barbara Stamm und Dr. Else Hölzl hätte es sicher gefallen, für ihr Lebenswerk in Fürth einen Ehrenplatz zu bekommen.





















In den Zeilen von Barbara wird alles gesagt:

UFF am Weltfrauentag 2023 / Frauen sichtbar machen
Auch in der Politik werden Frauen zu wenig gesehen und gehört!
Der Drei-Herren-Brunnen in Fürth war auch dieses Jahr zum Weltfrauentag im Fokus der Unabhängigen Frauen Fürth - UFF.
Dieser Drei-Herren-Brunnen zeigt einmal mehr deutlich, wie es um die Machtverhältnisse in Fürth bestellt war zu früheren Zeiten, aber auch jetzt sind wir bei weitem noch nicht angelangt bei wirklich paritätischer Verteilung der Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten..
Um das sichtbar zu machen, haben wir UFF-Frauen, den Brunnen am Samstag 11.3.2023 umdekoriert. Das Ziel war, drei Frauen darzustellen.
Für ein paar Stunden wurde aus dem Drei-Herren-Brunnen der Drei-Frauen-Brunnen in Fürth.
Jede der drei Figuren stellt eine Frau dar .In Zeiten von Kriegen, Gewalt und sozialer gesellschaftlicher Turbulenzen, haben wir uns  drei Frauen aus drei demokratischen Parteien ausgesucht, mit denen wir unsere Aussagen und Anliegen visualisieren können.


Die erste Figur wurde zu Dr. Else Hölzl (1891-1976).

Sie studierte in Erlangen Staatswissenschaften und promovierte 1918 zu dem Thema:
Die Gemeindefinanzen der Stadt Fürth in Bayern 1808 - 1913.
Dr. Else Hölzl wurde für die MSPD 1919 in den Fürther Stadtrat gewählt und war im Wohlfahrts- und Fürsorgeausschuss, sowie im Finanz- und Wirtschaftsausschuss.
In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg setzte sie sich besonders für die Belange der Frauen ein, deren Arbeitsstellen zugunsten von Kriegsheimkehrern abgebaut wurden.
Die Familie wurde bereits ab 1933 verfolgt, Dr. Hölzl flüchtete 1939 mit ihrem Sohn nach England.
Wir haben sie ausgewählt um deutlich zu machen, daß Verfolgung, Diskriminierung, Gewalt und Tod damals wie heute ein grausames Unrecht darstellen, dem wir uns entgegen stellen müssen.


Die zweite Figur ist Barbara Stamm (1944-2022).

Sie hatte eine sehr schwere Kindheit mit schmerzlichen familiären Familienverhältnissen. Dies war für sie der Schlüssel, um ihr späteres Engagement für sozial benachteiligte Menschen zu verstehen. Barbara Stamm wurde Erzieherin, ein Studium konnte sie nicht finanzieren. Sie trat 1969 in die CSU ein und war von 1972-1987 Mitglied des Würzburger Stadtrates. Im Jahr 1976 zog sie als Nachrückerin den den Bayerischen Landtag ein, dem sie insgesamt 42 Jahre bis 2018 angehörte.
In der damals noch mehr männerdominierten CSU war sie immer eine Ausnahme. 1976 mit 32 Jahren begann ihre Arbeit im Bayerischen Landtag, schnell gehörte sie dem CSU-Fraktionsvorstand an.
Sie hätte die erste Ministerpräsidentin Bayerns werden können, wurde aber innerhalb ihrer eigenen Partei ausgebootet.
Viele Jahre war sie die Landtagspräsidentin und setzte sich mit aller Kraft für sie sozialen Belange der Menschen ein.
Wir haben sie ausgewählt um aufzuzeigen, daß es früher und auch heute noch ungleich schwerer für Frauen ist, in die entscheidenden Position zu gelangen.


Die dritte Figur ist Petra Kelly (1947-1992).

Sie war eine der wichtigsten Vorkämpferinnen der ökologischen Bewegung und der Friedensbewegung. 1980 gehörte Petra Kelly zu den Erstunterzeichnerinnen des Krefelder Appels gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa (Pershing II). Im Jahr 1980 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Partei der Grünen. von 1983 bis 1990 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages neben Joschka Fischer, Otto Schily und Christa Nickels. 1987 nahm sie am Moskauer Friedensforum mit Michail Gorbatschow teil, sie kämpfte lebenslang gegen Atomwaffen, Atomkraft und für die Friedensbewegung, nicht nur in Europa und in den UA, sondern auch in Japan, Australien und Tibet.
Ohne Petra Kellys Ideen, ohne ihre Kraft und ihr Engagement ist die Anfangsgeschichte der Grünen nicht denkbar, sie hat einen entscheidenden Anteil daran, daß der Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen nicht verantwortbar ist.
Am 1.10.1992 wurde Petra Kelly in Bonn erschossen, aller Wahrscheinlichkeit nach von ihrem Lebensgefährten Gert Bastian, der daraufhin sich selbst erschoß.
Wir haben sie ausgewählt um daran zu erinnern, daß Gewalt gegen Frauen, zu jeder Zeit passieren kann und selbst eine so engagierte und friedensbewegten Frau einen gewaltsamen Tod - Femizid - sterben kann.


Der Verein UFF definiert als Hauptaufgabe, Themen für Frauen sichtbar und hörbar zu machen.
Zu echter Gleichberechtigung, Gewaltfreiheit und Chancengerechtigkeit ist noch ein großes Stück weg, UFF geht diesen Weg Schritt für Schritt konsequent weiter.



Gesungen haben wir auch:

Dieser Text ist auch heute noch aktuell.









Mut zum Blut

"Die Menstruation darf nicht länger ein Tabuthema sein!" 

Aus diesem Grund haben Schülerinnen am Helene-Lange-Gymnasium eine AG gegründet und fordern freizugängliche Monatsbinden und Tampons auf jeder Mädchentoilette. Bereits 12 weitere Gymnasien in Bayern haben sich dem Projekt angeschlossen und es dürfen gerne noch mehr werden, natürlich aus jedem Schulzweig und auch in öffentlichen Gebäuden wären kostenfreie Hygieneartikel eine tolle Sache. (Ach ja, die öffentlichen Toiletten sind ein Thema für sich...)

Mit der Bitte um finanzielle Unterstützung, hat sich Schülersprecherin Helin an UFF gewandt. Um alles über dieses spannende Projekt zu erfahren, haben wir sie zu unserer Januarsitzung eingeladen, wo sie so dann unser feministisches Blut so richtig in Wallung gebracht hat: Herzerfrischend und höchst engagiert warb sie für ihr Vorhaben, die 10 Toilettenräume zunächst in einer Testphase in einer offenen Box mit Binden zu bestücken. In einigen Wochen sollen Wandspender angebracht werden. Kostenpunkt: einmalig ca. 1900 euro, monatlich ca. 100 euro.

Da gibt UFF doch gerne was dazu. Wer das auch tun möchte, darf sich ans Schulsekretäriat des HLG wenden. Lehrkräfte, SMV, Elternbeirat stehen voll hinter dem Projekt und unterstützen es natürlich auch.

Das Thema Schule haben wir ja schon länger auf dem Schirm, z. B. in Bezug auf Gewaltprävention (Stichwort Femizide) und was da sonst noch so abläuft bei den Mädels...

Auch da konnte Helin uns viel Positives berichten: Es gibt Präventionsunterricht "von Mädels für Mädels" am Jahresanfang, Lehrkräfte sind sensibilisiert in Bezug auf "Cybermobbing", bieten Hilfe an und auch die aktuellen Schulbücher scheuen kein Konfliktthema. Das läßt hoffen.

Warum nicht mal Lehrerinnen selber fragen, wie sie so ihre Schülerinnen und ihren Arbeitsplatz sehen?

UFF plant einen Freitagnachmittag im Treff mit Helin, ihren Freundinnen und Lehrkräften des HLGs. Genauer Termin folgt!

Was steht sonst noch an? Natürlich der "Internationale Tag der Frau und des Weltfriedens" (so die offizielle Bezeichnung des 08. März.) Die UFF- Aktion ist schon in Planung: Sa., 11.03. 11 Uhr, wie immer am Drei-Frauen-Brunnen. 

Wir freuen uns.





Ein Freitagnachmittag in Fürth

Seit 2001 ruft TERRE DES FEMMES  dazu auf, den internationalen Aktions- und Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ am 25. November zu nutzen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln und sich für ein weltweites Zeichen gegen Gewalt zu vereinen.


Vor dem Fürther Rathaus wehte vom 24.11. bis 28.11. die Anti-Gewaltfahne. Das war auch bitter nötig, denn:

Jeden dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch Männergewalt!

Mit weißen Kreuzen in Mitten den Fußgängerzone, als Zeichen der Trauer, aber v.a. als Symbol, daß es so nicht weitergehen darf, gedachte UFF aller getöteten Frauen. 

Brigitte verlaß einen engagierten Text:

Herzlich Willkommen zu unserer Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Gestern wurde – wie jedes Jahr um diese Zeit - der aktuelle Bericht des Bundeskriminalamtes veröffentlicht. 

Im letzten Jahr wurden 113 Frauen und 14 Männer von ihren Partnern oder ihrer Partnerin getötet. Gewalt erfahren Frauen meist in der eigenen Umgebung, in der eigenen Familie, durch Partner oder Expartner. 115.342 Frauen wurden 2021 Opfer häuslicher Gewalt. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.
Und deshalb stehen wir hier.
Wir stehen hier, weil in Deutschland jede vierte Frau einmal in ihrem Leben von ihrem Lebensgefährten oder Ex-Lebensgefährten misshandelt wird.
Wir stehen hier, weil in Deutschland jeden 3. Tag ein Mann seine Partnerin oder Expartnerin tötet.
Wir stehen hier, weil sichere Plätze für Frauen fehlen. Die 350 Frauenhäuser in Deutschland mit ihren knapp 7000 Plätzen sind viel zu wenig, angesichts von 115.342 Frauen, die 2021 Opfer von Männergewalt wurden.
Wir stehen hier, weil wir nicht glauben können, dass Frauen in unserer Gesellschaft, ja sogar in unserer eigenen Stadt, nicht besser geschützt werden können. Fürth gilt als sicherste Großstadt Bayerns und doch wurden hier innerhalb eines Jahres zwei Frauen getötet.
Wir stehen hier, weil wir nicht verstehen, dass Frauen sich in einem Frauenhaus verstecken müssen, wenn sie von Männern angegriffen wurden. Warum werden die Männer nicht verhaftet? Warum wird die Präventivhaft, die in Bayern gegen Umweltaktivisten verhängt wird, nicht angewandt, wenn wirklich Gefahr droht?
Wir stehen hier und sind fassungslos, weil häusliche Gewalt von Opfern wie von Tätern und Mitwissern nach außen hin häufig tabuisiert wird.

Aber genau hier können wir etwas tun! Laßt uns das Schweigen brechen. Wir können häusliche Gewalt benennen und aus dem Tabu herausholen, denn es kann jede und jeden treffen.

Wir können mit wachen Augen und Ohren durch die Stadt gehen. Wir können hin- statt wegschauen, wenn wir den Eindruck haben, einer Frau wird Gewalt angetan. Deshalb unser Apell: Lasst uns  um unsere Nachbarinnen kümmern, haltet die Augen und Ohren offen. Lasst uns hinschauen!
Und hier noch eine Information, die vielleicht ein Frauen-Leben retten kann.
Diese Geste hat sich in den sozialen Medien verbreitet, damit können Frauen signalisieren,
dass sie Hilfe brauchen. Diese Geste können sie in virtuellen Meetings nutzen oder heimlich, hinter ihren Rücken. Wenn eine Frau dieses Handzeichen macht, dann holen Sie Hilfe, verständigen sie die Polizei oder das Hilfetelefon für Frauen.




 

Hoffentlich braucht es im nächsten Jahr kein einziges Kreuz mehr, weil dieser Wahnsinn endlich ein Ende nimmt! Weil Frauen, Männer, Justiz, Polizei und auch die Medien, bei Femiziden nicht länger die Täter in Schutz nehmen, sondern zu den betroffenen Frauen stehen und häusliche Gewalt keine "Familienangelegenheit" mehr ist.





viel vor

Auf unserer Oktobersitzung besprachen wir unsere Ideen und wie immer gibts einiges zu planen und vorzubereiten. Wünschenswert wäre auch eine "rote Bank" in Fürth, sowie schon in einigen anderen deutschen Städten auch, z.B. in Weimar! Auch sie setzt ein Zeichen gegen den Gewaltwahnsinn an Frauen.


 

Auch am 09. Dez. 2021 und am 04. Sept. 2022 kam für zwei Fürtherinnen jede Hilfe zu spät.

Vielleicht haben die beiden zu Lebzeiten ein ähnliches Martyrium durchlitten, wie die beiden Frauen in folgendem Radiofeature: unglaublich!

www.br.de/mediathek/podcast/radiofeature/486, 

 Ihre Angst spielt hier keine Rolle" - Wie Familiengerichte den Schutz von Frauen aushebeln
Sie sind gefangen zwischen der Angst vor der Gewalt und der Angst um ihre Kinder. Frauen erzählen von unvorstellbaren Übergriffen von ihren Männern, von Gewalt und Misshandlung. Und wie ihnen das Gericht nicht geglaubt hat.


Leider werden Räume und Treffpunkte für Frauen auch in Fürth immer weniger. 

Nach dem Frauenhaus und dem Frauenmuseum in Burgfarrnbach betrifft es jetzt auch "Mathilde 17".

Die Förderungen von Bund und Land entfallen. Bei Frauenprojekten fängt mann das Sparen an.

UFF sammelt Ideen zur Unterstützung.





Jahreshauptversammlung 2022

Wie schön, dass wieder Vereinssitzungen in Fleisch und Blut möglich sind.

Zoom hat natürlich auch seine Vorteile, besonders bei Dauerregen und Temperaturen im einstelligen Bereich. 

Nichts destotrotz, wurden die Mitfrauen, die zur JHV in die Moststraße kamen, nicht enttäuscht: Sirka gab einen ausführlichen Rückblick auf die letzten zwei Jahre, die für alle - Dank Corona - nicht einfach waren. UFF-Aktionen gabs trotzdem genügend (s. Homepage weiter unten) und v.a. unser Straßennamenaktion brachte uns gleich neue Mitfrauen. Herzlich willkommen!

Damit das Mituffen nicht an drei Treppenstufen scheitert, steht demnächst eine Rampe zur Verfügung, die Barrierefreiheit garantiert. Auch Kinderwägen sind kein Hindernis mehr für den Frauentreff.

Der alte Vorstand bleibt der neue, aktiv sind alle zusammen und die Themen gehen uns eh nicht aus.



Schon wieder ein Femizid in Fürth:

Am Sonntag, 04.09.2022, wurde eine 36jährige Frau in der gemeinsamen Wohnung von ihrem Ehemann erstochen!
















"Entsetzen" ist eigentlich noch zu wenig, um diese schrecklichen Taten zu beschreiben. Jeden dritten Tag wird in Deutschland ein Mensch ermordet, weil sie eine Frau ist. Wann hört das endlich auf?

Einige UFF-Frauen trafen sich Montagabend spontan vor dem Hauseingang der Ermordeten und zündeten Kerzen an. 



Die Betroffenheit in der Nachbarschaft ist groß.

"Was wird aus den Kindern?"

"Wie konnte es dazu kommen?"









Besser hinschauen, eher Hilfeholen und

Miteinander reden, statt schweigend zur Tagesordnung überzugehen,

könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein.






Nordisches Modell jetzt



Zugegeben, die ehemalige Bundeshauptstadt liegt nicht gerade im Naherholungsbereich von Fürth, aber für so ein wichtiges Thema lohnt sich ein Trip nach NRW allemal.

Fast 90 Frauen und einige Männer, aus ganz verschiedenen Bereichen, kamen am ersten Septemberwochenende nach Bonn ins Gustav-Stresemann-Institut, um ausführlich zum  Thema "Nordisches Modell" in Europa zu informieren und diskutieren.

Es gab Grußworte, u.a. einer Überlebenden, verschiedene Panels, Fachvorträge, z.B. eines Kriminalbeamten, und mehrere Workshops.

Die Pausen dazwischen waren mit Gesprächen und Vernetzung gut gefüllt. Deshalb ist UFF e.V. jetzt auch in der Schweiz bekannt und in Berlin und in Dortmund ja sowieso...

Englischkenntnisse waren von Vorteil, da Referentinnen aus Frankreich und Schweden, dem Ursprungsland des Nordischen Modells, engagiert über Erfolge im Kampf gegen Prostitution berichteten.



Warum sollte das nicht auch in Deutschland möglich sein? Warum braucht es ein "Bordell Europas", als das Deutschland mittlerweile international bekannt ist? Warum erfreuen sich Menschenhändler hier zu Lande ungeniert an ihren fetten Gewinnen?

Fragen, die wir alle der Politik stellen sollten. 






++20 jahre uff++20 jahre uff++20 jahre uff++20 jahre uff++20 jahre uff++


uff and friends






Am Sonntag, 24. Juli war es soweit: UFF feierte sein 20jähriges Bestehen!



Zur heißen Nachmittagszeit trafen wir uns im Frauenmuseum in Burgfarrnbach, wo es schöner nicht sein konnte. Viel Platz zum Verteilen drinnen im Kühlen und draußen im Grünen.

Zunächst begrüßte die Museumschefin Ariane die BesucherInnen und betonte die Verbundenheit zwischen den verschieden Fürther Frauengruppen.



Unsere erste Vorsitzende Sirka blickte auf die vergangen zwei Jahrzehnte zurück und erwähnte unsere vielfältigen Aktionen, sei es zum Tag gegen Gewalt an Frauen (25.November), zum internationalen Frauentag (8.März), zur längst überfälligen Parität bei den Straßenamen oder den Veranstaltungen zu Wahlen und einiges mehr.

Alle anwesenden UFF-Mitfrauen erzählten kurz, warum ihnen UFF wichtig ist. Frauenrechte fallen gewöhnlich nicht vom Himmel, sondern wurden von tapferen Pionierinnen hart erkämpft und brauchen auch in der Gegenwart immer wieder Bestätigung. Frau blicke nur nach Afghanistan, oder auch in die USA, wo das Recht auf Abtreibung in einigen Staaten stark eingeschränkt wurde. 


Lange Reden machen bekanntlich hungrig und durstig, weshalb unser Jubiläumsbuffet regen Zuspruch fand. 







Anschließend wurde es wieder etwas ernster:

Texte von Frauen zum Thema "Frieden", vorgetragen von Brigitte und Andrea gingen unter die Haut.
















Nicht nur in der Ukraine herrscht Krieg, sondern an vielen Orten dieser Welt. Gemeinsam sahen wir ein beeindruckendes Video der Sängerin Yael Deckelbaum namens "Prayer of the mothers", in dem Israelinnen und Palästinenserinnen gemeinsam für den Frieden in ihrer Region demonstrieren. Nur so kann es gelingen. 

Waltraud zeigte eine tolle Präsentation über wichtige Stationen des "Vereinslebens", die Erinnerungen wach werden ließ. So waren Bilder von Brigitte Dittrich zu sehen, die uns viel zu früh für immer verlassen hat. 


Und ganz aktuell natürlich die Straßennamensaktion mit Pressebericht. Wie schön, daß wir neue Mitfrauen dadurch gewinnen konnten. Herzlich willkommen!



Tja, der Schluß jeder Feier ist immer der gleiche: aufräumen, einpacken, abspülen, allgemeines Verabschieden und Heimgehen.

Was bleibt? Hoffentlich gute Stimmung unter Frauen, mit Tiefgang und Elan für weitere Aktionen.

Mehr zu sehen gibts in der Rubrik bilder: Einfach "20 Jahre UFF" anklicken!






taten statt worte






Nach Angaben des Stadtplanungsamts sind 241 Straßen in Fürth nach Männern benannt und lediglich
23 nach Frauen, darunter Persönlichkeiten wie Senta Josephtal, Bella Rosenkranz oder Melli Beese.


Auch in jüngerer Zeit hat sich an diesem Missverhältnis nicht viel geändert. Seit 2010 wurden in 22 Fällen
erneut Straßen nach Prominenten benannt: 19 davon waren männlich, drei weiblich.
Im Fürther Stadtrat wurde folgender Vorschlag diskutiert und abgelehnt:
Die Stadt Fürth soll sich künftig bei der Vergabe von neuen Straßennamen nach Persönlichkeiten
an eine Regelung halten, die hilft, dieses Ungleichgewicht zumindest etwas zu verringern: Für einen
männlichen Namensgeber werden mindestens drei Straßen nach weiblichen Namensgeberinnen
benannt. An geeigneten Frauenpersönlichkeiten mit Bezug zu Fürth mangelt es nicht.







stichwort straßennamen


www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/neuregelung-bei-geschlechtergerechter-vergabe-von-strassennamen-antrag-scheitert/

Sogar das Frankenfernsehen wurde auf die UFF-Aktionen aufmerksam. Unser Antrag im Stadtrat (zusammen mit der Grünen Fraktion) S auf Aufstockung weiblicher Straßennamen in Fürth ist leider im Ältestenrat gescheitert. Zumindest nicht nach einem festen Rythmus, wie wir es uns gewünscht hätten, sollen Frauen in Zukunft mehr Beachtung finden, aber natürlich auch nicht ignoriert werden.

Brigitte erläuterte vor der Kamera unser Ziel: "Frauen sichtbar machen" und sie hat es super gemacht!






stell dir vor, es ist Krieg...


Brigitte hat an einem Workshop in München teilgenommen und eine Lesung gestaltet mit Frauen -und Friedenstexten.

Hört selbst:

Hier der Link und der Text zur Lesung:  https://youtu.be/TIbfbEsYHX0

(Mitschnitt aus Literatur-Verhör, Texte Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Radio Lora, München)
Marie-Sophie Michel und Brigitte Stenzhorn lesen Texte aus dem Arbeitsleben von Frauen seit den 70er Jahren bis heute.
Die Texte stammen verschiedenen Werkkreis-Büchern ergänzt um eigene neue Texte von Marie-Sophie Michel, 
Brigitte Stenzhorn und Julia Schober.

Aus aktuellem Anlass bilden Friedenstexte den Abschluss, darunter das Gedicht ‚Der Vogel schlägt mit den Flügeln‘, 2016, von Olesksandra Kowaljowa aus Charkiv.



Frauen und Frieden


Es war eine tolle Performance in der Innenstadt, am Samstag 05. März, zur besten Einkaufszeit. 

Sogar die Presse gab sich die Ehre:

https://www.nn.de/fuerth/aktion-vor-dem-frauentag-furth-bekommt-einen-dreifrauenbrunnen-1.12009021


Auch heuer widmeten wir den Frei-Herren-Brunnen wieder um in einen Drei-Frauen-Brunnen.

Unsere Wahl fiel dieses Jahr auf Emilie Lehmus, Emmy Humbser und Brigitte Döring.


Brigittes Text ist hochaktuell in diesen schwierigen Zeiten:




Wie im letzten Jahr, widmen wir Unabhängigen Frauen Fürth den Drei-Herrenbrunnen in den Drei-Frauenbrunnen um, denn unser Ziel ist, Frauen sichtbar zu machen.
Aus aktuellem Anlass gilt die Kundgebung auch dem Frieden, denn der 8. März ist lt. Vereinten Nationen der „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.
Auch dieses Jahr wird die Aktion mit Liedern begleitet, gesungen von Felicia Peters.
Liebe Felica, it’s up to you..
bread and roses
Wir sind hier, um Frauen sichtbar zu machen. Als wir diese Kundgebung geplant haben, hatten wir uns entschieden, Ihnen mit Brigitte Döring, Emilie Lehmus und  Emmy Humbser drei Frauen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und gesellschaftlichem Engagement vorzustellen und diesen Frauen heute den Drei-Frauen-Brunnen zu widmen. Das werden wir auch tun.
Gleichzeitig haben uns die aktuellen Ereignisse überholt und deshalb soll auch der Ruf nach Frieden nicht zu kurz kommen. 

Und so werde ich Ihnen jetzt, zusätzlich zu  unseren Brunnen-Frauen drei Frauen vorstellen, die sich für den Frieden eingesetzt haben.
Bertha von Suttner, 1843 in Prag; † 21. Juni 1914 in Wien, war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin. Sie wurde 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie bekam ihn für ihr Buch: Die Waffen nieder!
Daran beschreibt sie die Schrecken des Krieges aus der Sicht einer Ehefrau und traf damit den Nerv der Gesellschaft, die zu dieser Zeit in heftigsten Diskussionen über den Militarismus und den Krieg begriffen war. Berta von Suttner definierte Frieden als naturrechtlich verbürgten Normalzustand, dem der Krieg als eine Folge menschlichen „Irrwahns“ gegenüberstehe. Dadurch werde das Recht auf Frieden völkerrechtlich einforderbar.
Aktueller denn je!
Und beim Friedenskongreß in Rom 1891 sagte sie:
„Darum ist es nothwendig, daß überall dort, wo Friedensanhänger existieren, dieselben auch öffentlich als solche sich bekennen und nach Maßstab ihrer Kräfte an dem Werke mitwirken.“

Freda Wuesthoff wurde, 1896 in Berlin geboren und starb 1956 in München. Sie war Pazifistin, eine der Mitbegründerinnen der organisierten Friedensbewegung nach dem 2. Weltkrieg. Zur Zeit des Nationalsozialismus durfte sie als so genannte „Halbjüdin“ ihrer Berufstätigkeit – sie war die erst deutsche Patentanwältin -  nicht nachgehen. Die Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki brachten sie zur Friedensarbeit.
Sie gründete den „Stuttgarter Friedenskreis“, in dem sie gleichgesinnte Frauen aus ganz Deutschland versammelte. Dieser Friedenskreis formulierte unter anderen Friedensartikel für Verfassungen einiger Bundesländer und für das Grundgesetzes und entwarf ein Arbeitsprogramm für den Frieden an den deutschen Schulen.



Petra Kelly (1947-1992) schließlich war eine der wichtigsten Vorkämpferinnen der ökologischen und weltweiten Friedensbewegung der deutschen Grünen und zugleich Symbolfigur der internationalen gewaltfreien Bewegung. Anti-Atompolitik und Friedenspolitik hingen für sie ebenso zusammen wie Umwelt- und Demokratiefragen. Der Knoten- und Ankerpunkt all dieser Themen war für Petra Kelly das Thema Menschenrechte. In einer Rede vor der Generalversammlung der Jugend bei den Vereinten Nationen, New York, sagte sie „Gewalt hört da auf, wo die Liebe beginnt.“
Und diesen Satz möchte ich wirken lassen für eine Gedenkminute an alle, die vom Krieg betroffen sind.

Frauen sichtbar machen, ist eines der Ziele der Unabhängigen Frauen Fürth.
Bei meiner Recherche über Friedensfrauen habe ich gemerkt, wie wichtig dieses Ziel ist, auch wenn es um die modernen Medien wie Wikipedia geht.
In einem Artikel über Pazifismus kamen nur zwei Frauen vor, sonst ausschließlich Männer. Dabei sind Frauen in vielen Friedensbewegungen die treibende Kraft.
Unser Ziel ist Frauen sichtbar machen in Fürth und auf der ganzen Welt. Unsere Straßen sind nach Männern benannt, unsere Plätze, unsere Schulen und unsere Brunnen. Dieser Brunnen hier gleich nach drei Herren gleichzeitig.
Und so ist es nun an der Zeit, unsere Drei-Herrenbrunnen umzuwidmen und den Drei-Frauen- Brunnen einzuweihen, aber vorher hören wir Felicia:
Felicia Revolution…
Emmy Humbser: vorgestellt von Vroni

Brigitte Döring: vorgestellt von Andrea

Emilie Lehmus: vorgestellt von Elke
Wir werden diese Aktion wahrscheinlich auch nächstes Jahr machen. Wer sollen dann die Brunnenfrauen sein? Oder welche Frauen sollten in Straßennamen verewigt werden? Machen Sie Vorschläge.




Natürlich waren wir am Dienstag, 08. März bei der Kundgebung der GST Fürth auch dabei!


Bei bestem Frauentags - Frühlingswetter waren alle Fürther Frauengruppen in der Adenaueranlage von 12 bis 14 Uhr mit einem Stand vertreten. Felicia Peters sorgte für den Frauensound. Hilde Langfeld sprach wichtige Worte, natürlich auch zum Ukrainekrieg.

OB Dr. Thomas Jung persönlich, lobte ihre gute Arbeit und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Für unsere Stadt von Belang sind v.a. neue Räumlichkeiten für das Frauenmuseum und das Frauenhaus, die zügig gefunden werden sollten! 
Barbara sprach sehr engagiert für den Frieden, den sich alle DemokratInnen doch wünschen. 

Wir UFFs hatten Unterschriftenlisten dabei für Straßennamen. Da gibt´s noch einiges aufzuholen in Fürth und wahrscheinlich in ganz Deutschland. Malerinnen, Sängerinnen, Politikerinnen - so viele gäben eine gute Adresse ab!   

Rotraut faßte unser Anliegen in bewegende Worte und Beispiele. Und weil gerade so viele Frauen vor Ort und die Gelegenheit so günstig war, machte Brigitte gleich Werbung in eigener Sache: Zu -und Nachwuchs für UFF!

Wären da nicht die schlimmen Nachrichten aus der Ukraine und die Pandemie, hätte frau frohgemut den Nachmittag im Freien genießen  und sich über das Erreichte freuen können....




Hier unsere Vorschläge für künftige Straßennamen. Es dürfen auch Wege und Plätze sein:






Start ins neue Jahr

Auch 2022 wird es wohl auf absehbare Zeit auch bei UFF beim ZOOM bleiben.

Unser erster Termin im Januar hatte ein straffes Programm. 

Der Femizid in Burgfarrnbach beschäftigt uns nach wie vor. Frauenmorde sind alltäglich in Deutschland, kommen in allen sozialen Schichten und in jeder Wohngegend vor! Mord ist meist nur die Spitze des Eisberges.

Nicht nur in Fürth fehlen Plätze im Frauenhaus. Warum eigentlich wird das Thema nicht zur Chefsache gemacht im Rathaus? Leider war auf unsere Gedenkveranstaltung (s.u.) kein Vertreter der Stadtspitze zugegen.


Des Weiteren steht der 08. März vor der Tür und UFF plant schon die Performance in der Innenstadt am Dreiherrenbrunnen.  "Frauen sichtbar machen" lautet ja unser Motto. Also zahlreich kommen und sichtbar sein! Am besten zieht Euch schwarze Klamotten an und setzt lila, rote oder orange Akzente.

Bereits am Samstag, 05. März, ab 11 Uhr beginnt unsere Umwidmung in "Dreifrauenbrunnen". Drei Aktivistinnen schlüpfen in die Rolle einer würdigen Fürtherin und erzählen über ihr Leben. Felicia Peters sorgt für tolle Musik!

Am Dienstag, 08. März, schließen wir uns der GST Fürth unter Leitung von Hilde Langfeld an und sind mit einem Stand an der Adenaueranlage vertreten. Dort startet gegen 12.30 Uhr ein buntes Programm aus Worten, Tanzvorführung und Begegnung. Auch Felicia umrahmt das Ganze wieder musikalisch.

UFF möchte mehr Straßen in Fürth nach Frauen benennen und fragt nach Euerer Meinung!


  

2007 wurde - erst nach Protesten (!) - die Willy-Messerschmitt-Straße im Golfpark in Melli-Beese-Straße umbenannt.





vorher



                       



nachher




www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Melli-Beese-Straße




Und in der Altstadt gibt Bella Rosenkranz seit 2017 eine gute Adresse ab. 








www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Bella-Rosenkranz- Straße


Im April tagt der Ältestenrat im Stadtrat und entscheidet über neue Straßennamen. UFF hat eine Liste mit interessanten Fürtherinnen und Nicht-Fürtherinnen vorbereitet, die die magere Namensbilanz etwas zu Frauengunsten verbessern könnte.

Auch die Gleichstellungskommission darf sich angesprochen fühlen...

UFF bleibt dran!






Femizid in Burgfarrnbach


www.nordbayern.de/region/polizeiberichte

Am Freitag, 10.12.2021, wurde in Burgfarrnbach früh um 9 Uhr eine 36jährige Frau ermordet. Auf dem kurzem Weg zwischen Bahnhof und ihrer Wohnung wurde sie vom Täter aufgelauert und erstochen.


Samstagmorgen um 9 Uhr kamen einige UFF-Frauen spontan zu einer Mahnwache am Tatort zusammen und stellten Grablichter zum Gedenken auf.

Der Mann wurde inzwischen gefaßt. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine "Beziehungstat", also Mörder und Opfer kannten sich gut.

Die Frage stellt sich, ob dieser sinnlose Tod verhindert hätte werden können? Vielleicht gab es schon vorher Gewalt und Morddrohungen gegen die Frau.

Auch wenn der Täter verurteilt wird, sie wird nicht mehr lebendig, ihre Familie und Freundinnen leiden lebenslang. 

Was wir tun können, ist hinschauen, kümmern, evtl. helfen oder Hilfe holen und immer wieder für ein Leben ohne Gewalt einstehen...



Am Sonntag, 09. Januar 2022, 10.30 Uhr fand eine Gedenkfeier in etwas größerem Rahmen statt, geleitet von Pfarrer Münderlein aus St. Johannis.

Trotz schlechten Wetters kamen einige Dutzend Frauen und wenige Männer

in die Lehenstraße, um nicht alle "Scherben einfach unter den Teppich zu kehren"   

(Zitat: Pfr. G. Münderlein). 

Brigitte ergänzte seine einfühlsamen Worte mit ihrem Text  "Nunca Màs"  (Nie mehr) s.u., womit eigentlich alles gesagt ist.


Barbara verfaßte folgende Pressemitteilung:

Wir wollen nicht schweigend vergessen! Das muß aufhören...........

Am 9.1.2022 haben wir uns in Burgfarrnbach Ecke Zaunstraße/Lehenstraße getroffen und den kleinen Gedenkort für die junge ermordete Frau nochmal geschmückt - siehe Foto.

Unser Pfarrer Münderlein hat dankenswerterweise für uns einen kleinen Gedenkgottesdienst abgehalten.

Er hat die richtigen Worte gefunden für unser Mitgefühl, unsere Trauer und unsere Wut.

Darüber, daß eine junge Frau durch die Gewalt eines nahestehenden Mannes ermordet wurde, daß ihr Kind keine Mama mehr hat, die Eltern keine Tochter mehr, die Befreundeten keine Freundin mehr.

Jeden 3. Tag stirbt in Deutschland eine Frau gewaltsam, ermordet von einem Mann aus dem nähesten Umfeld - das ist kein Frauenthema, es geht alle an, die gesamte Gesellschaft ist gefordert, die Frauen zu schützen und die Männer zu befähigen, ihre Konflikte ohne Gewalt zu lösen.

Wir trauern tief mit den Angehörigen.

Barbara Fuchs im Namen von

Menschen aus Burgfarrnbach - inkl. Bürgerverein, den UFF-Frauen, Frauen vom Frauenmuseum und Frauenforum, Kuni Steiger/Kriminalpolizei






Jeden dritten Tag


Am Sonntag, 24.Oktober 2021 wurde in München Leila (14) im Schlaf von ihrem Ex-Freund (17) erstochen. Ihre Mutter fand sie tot auf.


Am Mittwoch, 10.November. wurde Josefine H. (14) tot in einem Garagenhof in Aschersleben gefunden. Auch sie wurde von ihrem Ex-Freund (ebenfalls 14!) erstochen. 


Im benachbarten Sachsen wurde Mitte September eine 16 Jährige in einem Garagenkomplex tödlich verletzt worden. Der Täter (15) wurde in der Psychiatrie untergebracht.


Mitte August 2021 würgte in Langenzenn ein 41 Jahre alter Mann seine drei Jahre jüngere Lebensgefährtin so sehr, daß sie in die Klinik mußte. Die fünfjährige Tochter befand sich zur Tatzeit auch in der Wohnung.


Die Reihe läßt sich endlos fortsetzen, denn in Deutschland stirbt jeden dritten Tag eine Frau oder ein Mädchen durch Männergewalt. Nicht selten kennen sich Täter und Opfer, weshalb es beschönigend als "Beziehungstat" oder "Familiendrama" bezeichnet wird. Das Leid der Angehörigen und FreundInnen dauert lebenslang. Sinnloses Sterben von Menschen, nur weil sie Frauen sind!

Lebendig werden sie nicht mehr, aber einfach zur Tagesordnung übergehen? 

Den 25.Nov. hat Terre des Femmes zum "Tag gegen Gewalt an Frauen" ernannt, um aufmerksam zu machen, auf das, was um uns rum so geschieht. Gewalt hat viele Gesichter und geschieht meist heimlich. 


frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/fahnenaktion

Auch in Fürth wehte die Fahne wieder vor dem Rathaus. An verschieden Stellen in der Innenstadt gabs Aktionen der Gleichstellungsstelle, gemeinsam mit der Polizei und dem Frauenhaus Fürth. Die Soroptimistinnen ließen das Stadttheater orange erstrahlen!



Im Herzen der Fußgängerzone - Nähe Dreiherrnbrunnen -  gedachten wir heuer gegen 16 Uhr mit einem Kranz an die getöteten Frauen und Kinder.  Brigitte verlas Worte der Trauer und der Solidarität mit den Opfern häuslicher Gewalt.   

Ein Kreis aus Grablichtern am Boden erhellten den grauen Novembertag. PassantInnen konnten wir mit Flyern informieren und hoffentlich für das Thema sensibilisieren!

Überall fehlen Plätze in Frauenhäusern - auch in Fürth wird dringend ein größeres Angebot benötigt!

Täter dürfen nicht länger entschuldigt werden und Betroffene brauchen Unterstützung der ganzen Gesellschaft.

UFF setzte ein Zeichen gegen Femizide mitten in Deutschland, mitten unter uns!


Nunca màs – NIE MEHR

Nie mehr zur Seite blicken, wenn er Dich anschaut,

nie mehr Dich bücken und beuten,

aufrecht gehen und stehen,

nie mehr vor Angst zu Hause bleiben,

nie mehr schweigen, wenn es was zu sagen gäbe.

Aufrecht den Blicken entgegen gehen, die Dich fixieren

(was ist das denn für eine?)

Nie mehr die Wunden verbergen,

nie mehr leugnen,

vielmehr anklagen

laut und aufrecht,

geschlagen – vom eigenen Mann.

Die Schande ist die Schande des Mannes!

Nein, nunca màs, NIE MEHR  sollst Du die Schuld auf Dich nehmen,

nie mehr die Augen überschminken.

Nunca màs,

: NIE MEHR, denn wir sind auf deiner Seite!

(Text: Brigitte Stenzhorn)












 







Als Zeichen ist auch die Bäckertüte zu verstehen, die in der Woche um den 25.November in vielen Fürther Bäckereien ausgegeben wurde und somit auch in Männerhände gelangte. Bleibt zu hoffen, daß sie nicht achtlos zerknüllt und weggeworfen wurde, sondern aufmerksam machte für die alltägliche Gewalt gegen Frauen.
















mehr Zeit für UFF


https://www.nordbayern.de/region/fuerth/auszeichnung-zum-abschied-further-referentin-verabschiedet-sich-1.11405044


10 Jahre beReicherte Lissy das Fürther Rathaus: Um Jugend, Soziales und Kultur kümmerte sie sich mit großem Engagement und hinterläßt deutliche Fußspuren. Seit Oktober ist sie nun offiziell in Rente und hat - endlich - mehr Zeit für UFF.


Wir erinnern uns: 2002 wäre Lissy gerne Bürgermeisterin geworden. An Kompetenz hat`s nicht gemangelt. An Intelligenz schon gleich gar nicht, denn Mathe -und Physiklehrerin wird frau nicht so nebenbei... Aber die Herrenriege wollte lieber unter sich bleiben. Und deshalb kamen zur UFF-Gründungsveranstaltung jede Menge Fürtherinnen mit ganz unterschiedlichem Background, aber einem gemeinsamen Ziel: Frauen sichtbar machen! 

Daran arbeiten wir immer noch und die Themen gehen uns so schnell nicht aus. Z. B.  beschäftigt uns aktuell die Fürther Verkehrspolitik. Frauen fahren anders mit den ÖFFis als Männer. Ist die Unterführung nachts gut beleuchtet? Wer steigt mit mir aus? Muß ich lange auf den Bus warten? Leises Unbehagen nachts im öffentlichem Raum kennt jede Frau!

Auch heuer wird es wieder eine Aktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen (25.Nov.) geben, der von Terre des Femmes ins Leben gerufen wurde. In vielen deutschen Städten weht die Anti-Gewaltfahne. UFF plant einen Aktionsstand in der FUZO.

Mehr Infos demnächst. 













Parking Day 2021

Vom Do., 16.09. bis Mi., 22.09. 2021 drehte sich alles um das Thema "Mobilität", anläßlich der Europäischen Mobilitätswoche.

Am Freitag, 17.09. war v.a. auf der Fürther Freiheit viel geboten. Der "Parking Day" thematisierte eine menschenfreundliche Innenstadt, mit weniger Autos, guten Radwegen und effektiven ÖPNV. Alles gute Gründe für UFF mit einem Stand vertreten zu sein. Wie steht´s eigentlich mit der Mobilität von Frauen in Fürth? Gibt´s Unterschiede zu der Mobilität der Männer? Wenn ja, welche könnten das sein?   

Mit unserem Fragebogen - nur für Frauen - wollten wir es genau wissen. Am Thema bleiben wir dran...


https://www.nordbayern.de/region/fuerth/parking-day-baume-statt-autos-auf-der-freiheit-1.11361723

 





Fürth im Übermorgen: 17.07.2021 


Brot und Rosen - Texte und Musik auf der Freilichtbühne im Stadtparkrk 

Visionen von einer frauenfreundlichen Zukunft:

gewaltfrei, weltoffen und gleichberechtigt.

Klare Worte, von Frauen ausgesprochen, regen zum Nachdenken an und ändern die Welt.

Wie gut, daß es heute nicht mehr so ist, wie es gestern war und vielleicht sind wir morgen noch ein wenig weiter (fränkisch: a weng weida). Und übermorgen ...





Zum Nachlesen:


Diese Pressemitteilung erstellte Brigitte für die FN:

Performance der Unabhängigen Frauen Fürth:
Ein Frauenleben gestern – heute – morgen – übermorgen

Ein selbstbestimmtes Frauenleben in einer Welt, in der Gerechtigkeit herrscht in der Familie, der Arbeit, im Sport und in der Fürther Kommunalpolitik. Darum ging es bei der Performance der Unabhängigen Frauen Fürth (UFF) auf dem Zukunftsfestival Fürth im Übermorgen.

Begleitet von Felicia Peters verglichen die sechs Frauen auf der Freilichtbühne, das Gestern mit dem Heute und teilten ihre Wünsche für das Morgen und Übermorgen.

So hoffen die Frauen, dass es morgen genügend Frauenhäuser gibt, um Frauen vor Übergriffen ihrer Partner zu schützen und erträumen sich für das Übermorgen eine Welt, in der Männer ihre Männlichkeit nicht mehr mit Gewalt beweisen müssen.

Dass sich Verhältnisse ändern, machte die Performance deutlich, doch auch, dass es bis dahin noch ein langer Weg sein kann.  

So durfte bis 1958 die Frau kein eigenes Bankkonto eröffnen und bis 1977 nur dann berufstätig sein, wenn das mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar war.

Und die Pflichten einer Frau waren klar definiert. So urteilte noch 1966 der Bundesgerichtshof, dass die Frau ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit genüge, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen ließe, denn die Ehe fordere von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbiete es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen."

Das schloss Vergewaltigungen ein, denn erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat. Politiker wie Horst Seehofer und Friedrich Merz stimmten damals dagegen.

Heute wird in Deutschland noch jeden 3. Tag eine Frau von ihrem Partner umgebracht. Frauen verdienen zwischen 15-20% weniger für vergleichbare Arbeit, in Führungspositionen liegt der Frauenanteil bei unter 30 %, ebenso in den deutschen Parlamenten. Die schlechtere Bezahlung von Frauen führt zu Altersarmut, ca. 60.000 Frauen in BRD sind wohnungslos.

War Frauenfußball vom DFB von 1955 bis 1970 verboten, gibt es heute eine Frauenbundesliga, doch es ist schwer, sie zu verfolgen, denn der Männerfußball dominiert die Medien.

Und wie steht es um die Kommunalpolitik?

Gestern, 2002, betrug der Frauenanteil an der Fürther Stadtspitze 0%. Es gab sechs Referenten und zwei Bürgermeister: Alles Männer!

Bis 2020 stieg der Anteil der Frauen auf 38 %, denn drei Referate wurden mit Frauen besetzt. Als letztes Jahr ein dritter Bürgermeister eingesetzt wurde, verringerte sich der Frauenanteil auf 33%, wenn im September das Sozialreferat tatsächlich wieder an einen Mann geht, sinkt er auf 22 %.

Weit entfernt von der Utopie der Unabhängigen Frauen Fürths. Denn im Übermorgen:

·        Werden Stellen fair ausgeschrieben und jede hat eine Chance

·        Teilen sich die Referate ein Mann und eine Frau in Teilzeit

·        Gibt es ein Kulturreferat, das sich aus einer bunten Mischung verschiedenster Geschlechter und unterschiedlicher Kulturen zusammensetzt

·        Wachen die Oberbürgermeisterin und ihr erster Bürgermeister darüber, dass Fürth eine menschenwürdige Stadt bleibt, in der sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen.

Die Unabhängigen Frauen Fürth (UFF) sind Fürther Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und mit unterschiedlicher Herkunft. Was sie eint, ist ihr Einsatz für Frauenrechte und eine Welt ohne Gewalt in Fürth und auf der ganzen Welt.

Weiter Informationen: Performance Frauenleben gestern – heute – übermorgen: https://fuerth-im-uebermorgen.de/2021/06/20/performance-frauenleben-gestern-heute-uebermorgen/




(Fotos: Fotodesign Silke Hartmann) mehr Fotos s. Bilder





In Präsenz


Juhu, die Inzidenzen sinken, die Temperaturen steigen und es gibt schöne Gärten in Fürth!

Ein besonders schöner, ist der von Petra: ideal zum Abstandhalten, zum Abschalten und zum Austauschen nach etlichen Zoomsitzungen. Am 11. Juni konnten wir im kleinen Kreis in Präsenz tagen. 

Es gab viel zu Besprechen: Fürth im Übermorgen steht an (s. unten und bei termine).

Die AG ist fleißig am Werk und probt für eine tolle Performance, die sich niemand entgehen lassen sollte:

 Sa., 17.07.2021, 12 Uhr: Freiluftbühne im Stadtpark





 Zoom boomt


So allmählich befindet sich Corona auf dem Rückzug, was zeigt, daß die Beschränkungen sinnvoll und richtig waren. Treffen via ZOOM sind eine Möglichkeit, um für die "Zeit danach" zu planen. Genau das tun wir eifrig!

Bis zum Sa., 17. Juli 2021, ist es gar nicht mehr so weit hin. 

„Fürth im Übermorgen“ www.fuerth-im-uebermorgen.de/fest-2021/

plant einen ganzen Tag voller Kultur im Stadtpark. Von 12 - 12.30 Uhr präsentiert UFF eine Performance auf der Freilichtbühne. Schönes Wetter haben wir schon bestellt, damit wir auch gut zur Geltung kommen. Also unbedingt den Termin freihalten...

Wer macht noch mit? Brigitte hat ein Doodle für die AG eingerichtet. Auf Anfrage erfahrt Ihr die Termine.  


Bei Wikipedia haben wir mal genau hingeguckt. In Sachen "Frauen" gibt's noch Luft nach oben.

Zwei Professorinnen möchten das ändern: www.women-writing-wiki.org. Dieser Weg wird kein leichter sein.

FürthWiki ist recht gut aufgestellt in Sachen Frauenanteil. Wer noch eine Fürtherin weiß, die Beachtung verdient, darf das gerne an die InitiatorInnen weitergeben. Auch UFF hat einen Eintrag, den wir aufgefrischt haben.

Gerne dürfen auch neue Straßen in Fürth dazu beitragen, Frauen beim Namen zu nennen. Erinnert sei hier an die Umbenennung einer Altstadtstraße in "Bella-Rosenkranz-Straße". (s. Archiv) Warum eigentlich nur eine?

Wer wird NachfolgerIN von Lissi? Die Messlatte liegt hoch und darf für Frauenförderung keinesfalls nach unten rutschen!

UFF bleibt wachsam...

Was wird aus dem Fürther Frauenmuseum (Frauen in der einen Welt e.V.), das in Burgfarrnbach im Marstall untergebracht ist? Das Gebäude ist stark renovierungsbedürftig und die Stadt sucht einen Investor. Leider wurde dabei allenfalls nur über das Museum, aber nicht mit den Leiterinnen gesprochen. Es ist das einzige Frauenmuseum in Bayern und durchaus überregional bekannt. Die Kuratorinnen stecken viel Herzblut in ihre Arbeit und dürfen keinesfalls bei den Planungen übergangen werden. Noch bis Oktober 2021 kann die aktuelle Technikausstellung besucht werden.

Ein adäquater Ersatz, gerne in der Innenstadt, wäre für die Stadt Fürth ein großer Pluspunkt!


UFF ist dem Bündnis Nordisches Modell beigetreten! Unser Ziel ist eine geänderte Gesetzgebung in Deutschland, die bei Sexkauf die Freier und Zuhälter bestraft. Den betroffenen Frauen werden echte Ausstiegshilfen geboten und der Mädchen -und Frauenhandel aus aller Welt wird eingedämmt. Mit dabei sind bekannte Hilfsorganisationen, wie KARO e.V., SOLWODI e.V., SISTERS e.V., aber auch engagierte Einzelpersonen, die die herrschenden Zustände nicht mehr hinnehmen wollen.









FN vom Sa., 27. März 2021

Lissy Reichert hat UFF vor über 18 Jahren mit gegründet. Sie bewarb sich nach  der Kommunalwahl 2002 um das Amt der zweiten Bürgermeisterin. 

Leider vergeblich!

Als erste ReferentIN für Soziales, Jugend und Kultur beREICHERTe sie Fürth ungemein! Frauen sichtbar machen, war immer Ihr Anliegen.

Liebe Lissy, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft. UFF bleibst Du ja erhalten.    

JA, auch UFF wünscht sich wieder eine Frau an der Spitze des Kultur - und Sozialreferats.

Dies haben wir in einem offenen Brief an die Stadtspitze deutlich zum Ausdruck gebracht.






 

Internationaler Frauentag 2021 - machen, was geht 

Rund um den 08. März finden auch heuer Land auf, Land ab Veranstaltungen statt, nicht nur digital!

UFF war live vor Ort: Und zwar am Samstag, den 06. März um 12 Uhr im Herzen der Fürther FuZo am Dreiherrschaftsbrunnen. Unser Thema: Frauen sichtbar machen.

Also wurde der Brunnen mit lila Stoff, Hüten und viel Phantasie in einen DreiFrauenbrunnen verwandelt. Viele PassantInnen freuten sich über die Abwechslung und blieben gerne stehen,  als Andrea, Barbara und Elke unsere drei Frauen des Jahres vorstellten:

 

Käthe Rohleder, Mary Sarah Rosenberg und Frieda Fronmüller. 



 

Felicia Peters gab mit "Bread and Roses" den Ton an, was in Coronazeiten ein ganz besonderes Vergnügen darstellte. 

 

Brigitte brachte in ihrer Rede unser Anliegen auf den Punkt:



Ja, Brot und Rosen, war die Streik-Parole von mehr als 20.000 Textilarbeiterinnen in Massachusetts 1912. Brot zum sattwerden und Rosen für die Seele. Das Lied wurde dann später vertont und zu einer der Hymnen des internationalen Frauentages, der am Montag stattfindet.

Wir haben uns heute schon versammelt am Dreiherrenbrunnen in Fürth, und das nicht ohne Grund. Der Dreiherrenbrunnen repräsentiert die früheren drei Herrschaften, die Fürth von 1400 bis 1795 Fürth regierte, also

 einen Bamberger Bischof, einen Ansbacher Markgrafen und einen Nürnberger Patrizier.

Diese Dreiherrschaft, hat Fürth gut getan, sie hat dazu geführt hat, dass sich Juden und Handwerker, die woanders nicht geduldet wurden, in Fürth ansiedelten.  So gilt in Fürth der Dreiherrenbrunnen zu Recht als Symbol für Toleranz und Vielfalt.

Und doch ist es mit der Vielfalt nicht so weit her, denn: Der Brunnen repräsentiert nur die Hälfte der Welt – die männliche, uns ihr seht schon, das wollen wir heute ändern.

Denn, vielleicht war es ja in der frühen Neuzeit normal, dass Männer Fürth regieren, Heut haben wir ein fortschrittlicheres Bild der Welt, wir sind Europäerinnen, wir sind gleichberechtigt und müssten daher auch im gesellschaftlichen Leben gleich repräsentiert sein. Sind wir aber nicht, und das ist einer der Gründe, warum sich die Unabhängigen Frauen Fürth vor 2002 gegründet hatten. Damals hatten viele Frauen die Hoffnung, dass neben dem direkt gewählten Oberbürgermeister (SPD), eine Frau den Posten der Zweiten Bürgermeisterin besetzen würde. Dem war aber nicht so, man entschied sich für einen zweiten Mann, ebenfalls von der SPD.

Zudem gab es bei sechs Referaten keins, das mit einer Frau besetzt war.

Die Stadtspitze war ausschließlich männlich aufgestellt. 

Der weibliche Zorn darüber war groß. Frauen aus verschiedenen politischen Lagern, darunter einige, die bisher politisch nicht aktiv waren, gründeten gemeinsam den Verein Unabhängige Frauen Fürth UFF e.V.

 

Heute sind die Referate fair vergeben und im Fürther Stadtrat sitzen 21 Frauen und 29 Männer. Das kann sich sich sehen lassen, wenn es aber ums regieren geht, dann hatten wir Unabhängigen Frauen im Mail dieses Jahres umsonst gehofft, dass sich zu den beiden Herrn Bürgermeistern eine Frau Bürgermeisterin gesellen möge – die meisten wissen es, es ist ein Herr geworden. Also es gibt Luft nach oben.

 

Und schaut man auf die neue Seite der Fürther Tourismus Zentrale, so werden unter Fürther Persönlichkeiten  sechs Männer und – mit Grete Schickedanz - eine Frau vorgestellt, vielleicht, weil ihr Gatte Gustav einer der sechs männlichen Persönlichkeiten ist. .

Auf dem Fürther Ehrenweg sind von 17 Bronzetafeln nur 3 Tafeln Frauen gewidmet.

Und doch hat und hatte Fürth sehr viele und sehr großartige Frauen und wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, sie sichtbar zu machen. Heute stellen wir euch drei Frauen vor, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts geboren wurden, Eine Theologin, eine Verlegerin und eine Komponistin.

Aber vorher singt Felicia für euch…

 

 


https://www.nordbayern.de/region/fuerth/zum-weltfrauentag-wir-wollen-die-halfte-der-welt-1.10907861



Noch mehr Impressionen finden sich auf der Fotogalerie s. bilder



2021 - herzlich willkommen

Corona hat uns in letzten Jahr alle kalt erwischt. Mittlerweile haben wir uns, so gut es eben geht, damit arrangiert.

Der Lockdown wird verlängert, wodurch jegliche Projektplanung mittelfristig schwierig bleibt. Trotzdem sollten engagierte Frauen wachsam sein und ihre Schreibtischschubladen schon mal auffüllen. Es wird ein Leben nach Corona geben!

Rund um den 08.März sind in unsere Stadt wieder Aktionen geplant, die von Hilde Langfeld (GST) koordiniert werden. 

Auch UFF will die frische Fürther Frühlingsluft für eine Performance im Freien nutzen. Frau darf gespannt sein...

Bereits am Samstag, 06.März 2021, zwischen 12 und 14 Uhr, werden wir in der Fuzo am Dreiherrschaftsbrunnen an verdiente Fürtherinnen erinnern, damit Frauengeschichte nicht vergessen wird.




Nicht wegsehen



Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von Partner oder Ex-Partner ermordet!

Eigentlich wollte UFF am 25. Nov. eine beachtliche Performance in der Innenstadt gestalten ...

Aber mit Corona läßt sich nicht spaßen, und so wurde es immerhin eine nachmittägliche  Mahnwache von ca. 30 Aktivistinnen vor dem Rathaus in Fürth. Die Fahne von Terre des Femmes wehte drei Tage im Herbstwind und wir UFF-Frauen taten unser Möglichstes, um auf die Gewalt aufmerksam zu machen; nicht irgendeine Gewalt, sondern die, der Männer gegen Frauen. 

 

Brigitte las die aktuellen Zahlen des BKA vor und jede einzelne Zahl ist eine zuviel! Ein Blick in die Tageszeitung bestätigt unser Anliegen: "Familiendrama", "Beziehungstat" o.ä. werden Mord und Totschlag verharmlosend genannt. Freundinnen und Angehörige bleiben oft fassungslos zurück. Warum nur? 

Deshalb hielten wir Banner hoch und klopften auf Töpfe zum lautstarken Protest. 

OB Dr. Jung kam mit dem Fahrrad vorbei und natürlich unterstützte uns die Frontfrau von Fürth, Hilde Langfeld, kräftig. 


 






 



.

Schweigen sollte niemand, der oder die von Gewalt betroffen ist....

















Augen auf beim Semmelkauf

Hilde Langfeld und Kolleginnen des Landkreises konnten lokale BäckerInnen für ein tolle Aktion gewinnen!

"Gewalt kommt nicht in die Tüte" - dieser Hinweis, samt Logos von diversen Unterstützerinnen, ist in der letzten Novemberwoche auf Fürther Brottüten zu lesen und zwar in Deutsch und Englisch.

 Am besten mehrmals verwenden und weiter zeigen!





Gewalt gegen Frauen geht gar nicht: Aktionstag 25. November 2020

Ausweichquartier für die Septembersitzung war das Büro der Grünen in der Mathildenstraße, da der Frauentreff in Coronazeiten eindeutig zu klein dafür ist.

Hauptanliegen von UFF ist z.Zt. der Aktionstag gegen Gewalt: 25.Nov.. Jedes Jahr wehen in vielen deutschen Gemeinden die Fahnen von Terre des Femmes vor den Rathäusern. Auch Fürth könnte sich daran beteiligen, wenn es nach den Vorstellungen von UFF ginge. Ein sichtbares Zeichen setzten, ist unser Ziel! 

https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/fahnenaktion/hintergrund

Die GST unter Führung von Hilde Langfeld hat bis jetzt eine Bäckertütenaktion gestartet und plant einen Stand in der Fürther FuZo, gemeinsam mit einer Polizistin. 

UFF möchte sich mit einer eigenständigen Aktion einbringen und plant eine "mobile Performance" in der Innenstadt, nachmittags gegen 15 Uhr. Wer möchte mitmachen? Genauere Infos auf Anfrage.

Beispiele für "Familiendramen" oder "Beziehungstaten" finden sich tagtäglich in der Zeitung und sollten als das bezeichnet werden, was sie sind: Morde von Männern an Frauen. Jeden dritten Tag stirbt eine Frau an den Folgen von Männergewalt!

Das darf nicht so bleiben....





Ein Garten ist eine Akademie der blühenden Künste

- Gabriele Renate Pyhrr -

Petra besitzt so eine Akademie!

Am So., 23.08. 2020 verlegten wir unser UFF-Treffen, coronabedingt, auf den Nachmittag und ins Freie. Eine gute Entscheidung, denn das Wetter war perfekt zum Diskutieren unter freiem Himmel.

Unser nächster wichtiger Aktionstermin wird der 25. November 2020 sein, der Tag gegen "Gewalt an Frauen". Dieses Thema begegnet uns tagtäglich: Wer nicht persönlich betroffen ist, liest es in der Zeitung, sieht die verstümmelten Frauenleichen in Fernsehkrimis oder die echten Opfer bei XY ungelöst. Nicht selten handelt es sich um sogenannte "Beziehungstaten" oder "häusliche Gewalt". Zuhause sollte eigentlich der Ort sein, an dem sich eine Frau am sichersten fühlen kann und die Familie sollte jedem Menschen Halt im Leben geben. Leider ist das Gegenteil für viele Frauen der Fall. Laut Aussage von Frauenministerin Giffey, starb 2019 in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau auf Grund von Gewalteinwirkung ihres männlichen Umfeldes!

UFF wird sich einbringen! Euere Ideen sind gefragt.

Veranstaltungen sollten heuer, soweit möglich, im Freien durchgeführt werden. Auch die Fahnenaktion von Terre des Femmes, die bereits seit einigen Jahren von vielen deutschen Städten unterstützt wird, könnte für frischen Wind in Fürth sorgen. 

Hilde Langfeld (GS T, FB) plant bereits einen Stand in der Fürther Fußgängerzone zusammen mit der Polizei. Diese ist meistens die erste Instanz vor Ort, die den betroffenen Frauen akut helfen soll.




Zudem werden mittelfrankenweit Bäckertüten verteilt, die mit der Aufschrift "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte" zum Hinschauen anregen. Ein erster Schritt kann sein, das Hilfetelefon 08000 116016 anzurufen und sich professionelle Beratung zu holen! 

UFF trifft sich wieder am 27.09. im Büro der Grünen, Mathildenstr. 24, 18 Uhr, zwecks Ideensammlung, denn tagsdrauf tagt das Frauenforum Fürth und erhofft sich viele Vorschläge. 



Eine Jahreshauptversammlung zur Zeiten der Coronakrise

Am Sonntag, 19.07.2020, 18 Uhr, trafen die UFF-Frauen erstmals seit Beginn der Coronapandemie im März zu einer "echten" Sitzung zusammen. Vorher gab es drei Termine per Zoom, die allerdings persönliche Treffen nicht komplett ersetzen können. 

Da der Multikulturelle Frauentreff in der Moststraße zu klein gewesen wäre, trafen wir uns im Gemeindesaal der Auferstehungskirche, wo wir uns gut ausbreiten konnten. Natürlich blieben Fenster und Türen weit offen und alle anwesenden 15 Mitfrauen hatten Stift, Block und Getränk selber dabei.


Sirka ließ die beiden letzten Jahre aus UFF-Perspektive revuepassieren!

Besonders erwähnenswert ist die "Bank für Brigitte" am Flußdreieck.

Im März 2019 weihten wir sie bei einer kleinen Gedenkfeier offiziell ein.





Absolutes Highlight des Jahres 2019 war das 1. Fürther Frauen*Barcamp am 2. November im Gemeindehaus St. Michael. Über 80 Frauen trafen sich einen ganzen Samstag lag, um sich zu vernetzen und auszutauschen.  


Basierend auf Freiwilligkeit, Meinungsvielfalt und Augenhöhe bietet das Barcamp ein demokratisches Forum, bei dem die Teilnehmerinnen in offenen Workshops Themen bearbeiten, die sie interessieren. Deshalb waren keine Themen vorgegeben, sondern wurden am Anfang von den Teilnehmerinnen vorgeschlagen und abgestimmt. Es ging um intensiven Austausch, bei dem neue Ideen entstanden, Kontakte geknüpft und gemeinsame Projekte angestoßen wurden. 




Nicht zu vergessen sind auch die Wahlveranstaltungen von UFF, zum einen zur Landtagswahl in Bayern im September 2018 und im Februar 2020 zum Kommunalwahl. Erklärtes Ziel von UFF seit seiner Gründung 2002, ist eine Bürgermeisterin für Fürth. Leider bleiben auch diese Wahlperiode die Herren an der Stadtspitze wieder unter sich...



Vor allem waren wir natürlich zusammengekommen, um den Vorstand neu zu wählen. Rotraut stellte ihr Amt der zweiten Vorsitzenden zur Verfügung, wurde aber einstimmig zur Ehrenvorsitzenden gewählt. Ihren Platz wird künftig Brigitte Stenzhorn einnehmen, worüber wir uns alle sehr freuen. 

Sirka, Kathrin und Petra bleiben, wie sie sind. Und da gibt es v.a. einige super engagierte neue Mitfrauen, die sich mit tollen Ideen UFF aufgefrischt haben. Es dürfen gerne noch mehr werden....Wie alle anderen auch, wurden wir in unserem Tatendrang durch Corona kalt ausgebremst. So kann unsere geplante Ausstellung zum Frauenwahlrecht erst im März 2021 in der VHS stattfinden. Unser nächstes Großprojekt wird der 25. November (frei und selbstbestimmt leben) sein s.o.


Kassiererin Petra brachte kurz und präzise die Finanzen auf den Punkt. Dank einiger Neueintritte, steht UFF gar nicht so schlecht da und kann sogar noch andere Frauenprojekte unterstützen, z.B. KARO e.V.(Prostitution an der deutsch - tschechischen Grenze). Wer Kohle übrig hat, darf gerne mehr, als unseren Jahresbeitrag von 15 euro, überweisen. UFF dankt in jedem Fall und ruft alle Mitfrauen, egal ob erst kurz dabei oder schon länger, zu viel Frauenpower in Fürth auf!






2020 - Ein seltsames Jahr


Im Januar startete UFF voller Tatendrang, angespornt durch den Erfolg unseres Barcamps (02.11.2019), und plante gleich mehrere Veranstaltungstermine! Die erste Sitzung konnte noch im Frauentreff in der Moststraße stattfinden. Der Kommunalwahlkampf war im vollen Gange und wir waren noch guter Hoffnung auf eine Bürgermeisterin in Fürth.
Am Do., 20 Februar luden wir zu unsere Wahlveranstaltung ein und es war richtig voll. An Abstand und Maske dachte damals noch niemand. Die Stimmung war gut, diskutiert wurde eifrig. Auch unseren "Traum" eines repräsentativen Frauenzentrums konnten wir vorbringen.






















Im März kam bekanntlich der Lockdown, d.h. unsere Ausstellung zum Thema „Frauen – Freiheit – Wahlrecht“ im Bistro der VHS fiel ins Coronaloch! Die Vernissage sollte am 19.März sein. Die Flyer waren schon lange vorher gedruckt und verteilt. Wir hoffen jetzt für März 2021!



Die Kommunalwahl in Bayern fand wie geplant statt. Dr. Thomas Jung wurde erwartungsgemäß in Fürth im Amt bestätigt, ebenso wie Markus Braun an zweiter Stelle. Doch diesmal sollte noch eine dritte Bürgermeisterstelle vergeben werden. Nicht nur UFF, auch die Gleichstellungsstelle mit Chefin Hilde Langfeld, erwarteten eine weibliche Besetzung. Gabriele Zapf von den Grünen trat zur Abstimmung gegen Dietmar Helm (CSU) an und … sie verlor. Kommentar überflüssig, die Herren bleiben unter sich!

Deshalb schrieb Sirka am 28.04. folgenden Brief an die FN:  

Ob nun zwei- oder dreiköpfig: Warum gab es in der obersten Fürther Stadtspitze eigentlich noch nie eine Frau? Im Stadtrat und in den Referaten arbeiten Männer und Frauen gleichberechtigt zusammen. Warum nicht im Leitungsgremium? Eine "Grußtante" brauchen wir nicht. Sondern mutige Stadträtinnen, die sagen: Wir kandidieren für das Amt einer Bürgermeisterin auf Augenhöhe. Es wäre ein Signal: dass es in Fürth für Frauen genauso wie für Männer wirklich möglich ist, auf allen Ebenen - auch in der Stadtspitze - Politik zu gestalten. Und es wäre ein Impuls für den Bayerischen Städtetag, wo bislang überwiegend Männer unsere Gesellschaft repräsentieren, die doch zur Hälfte auch aus Frauen besteht.

Sirka Schwartz-Uppendieck
1. Vorsitzende der Unabhängigen Frauen Fürth (UFF e.V.)


Da persönliche Treffen nicht mehr möglich waren, richtete Brigitte dreimal eine ZOOM-Konferenz ein, um die nötigsten Themen zu besprechen. Das waren z.B. die „Zukunft des Frauenmuseums“ in Burgfarrnbach oder an anderer Stelle im Stadtgebiet? Aber auch, „wie geht’s den Frauen in Corona“? „häusliche Gewalt“  und "Homeoffice" sei hier genannt, „Situation an den Schulen“ oder „ungewollte Schwangerschaften“. UFF recherchierte zu diversen Themen. (Infos auf Anfrage)

 

Im Juli wurde UFF volljährig, aber die Party verschieben wir aufs 20jährige in 2022!

Wenigstens unsere Jahreshauptversammlung konnten wir in echt abhalten. Bericht siehe oben!

 

Wir hoffen – wie alle anderen auch – bald wieder Normalität in unser Vereinsleben bringen zu können, gesund natürlich und mit vielen Ideen fürs kommende Jahr.